73,9 Millionen Schilling Netto-Gehalt pro Saison

Der mit Abstand teuerste Transfer eines spanischen Fußballers ist jetzt perfekt: Teamspieler Gaizka Mendieta wechselt für umgerechnet 661 Mio. S (48,1 Mio. Euro) vom FC Valencia zum italienischen Ex-Meister Lazio Rom. Der 27-jährige baskische Mittelfeldspieler flog bereits nach Italien, um seinen Fünf-Jahres-Vertrag zu unterschreiben.
Mendieta, auch Gegner Österreichs in der WM-Qualifikation, wird umgerechnet 73,9 Mio. S (5,37 Mio. Euro) netto pro Saison verdienen - doppelt so viel wie bei seinem bisherigen Arbeitgeber, bei dem er eigentlich noch bis 2007 einen Vertrag hatte. Zudem wird er der bestbezahlte Spieler seines neues Klubs, wo er den Tschechen Pavel Nedved ersetzen soll.
Spanischer Transfer-Rekord
Den bisherigen Transfer-Rekord für einen spanischen Spieler hielt Gerard, der in der vorigen Saison für umgerechnet 295 Mio. S (21,5 Mio. Euro) von Valencia zum FC Barcelona gewechselt war. Mendietas Kontrakt erhält eine "Anti-Madrid-Klausel": Sollte er in den nächsten zwei Jahren zum spanischen Fußball zurückkehren wollen, muss Lazio eine Entschädigung von 169 Mio. S (12,27 Mio. Euro) an Valencia überweisen. Der zweifache Champions-League-Finalist will damit verhindern, dass der blonde Mittelfeldspieler doch noch zu Real Madrid geht.
Die "Königlichen" hatten drei Jahre lang um den 27-jährigen Mendieta geworben. Der spanische Rekordmeister war nach dem 1,055 Mrd. S (76,7 Mio. Euro) teuren Einkauf von Zinedine Zidane aber nicht bereit, die 844 Mio. S (61,4 Mio. Euro) zu zahlen, die Valencia für einen Transfer Mendietas innerhalb Spaniens gefordert hatte.
Wirbel bei Valencia
Der Wirbel um den Wechsel hatte vergangene Woche zum Rücktritt des Präsidenten des FC Valencia, Pedro Cortes, geführt. Mendieta spielte neun Jahre für den Klub aus Ostspanien und war als Mannschaftskapitän dessen Symbolfigur. In seinem neuen Verein wird er möglicherweise auf eine zweite Gallionsfigur des spanischen Fußballs treffen: Kiko, der Star des inzwischen zweitklassigen Atletico Madrid, wechselt aller Voraussicht nach ebenfalls zu Lazio.
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