Südafrikaner Hutchins im Stechen niedergerungen

Markus Brier hat am Montag österreichische Golf-Geschichte geschrieben. Der seit kurzem 33-jährige Wiener rang um den noch für eine Qualifikation reichenden neunten Platz den Südafrikaner Ian Hutchins am zweiten Extraloch im Stechen nieder.
Brier ist damit bei den am Donnerstag beginnenden 130. British Open in Lytham & St. Annes dabei - als erster Österreicher überhaupt qualifizierte sich Brier für eines der vier Major-Turniere im Profi-Golf.
Brier: British Open haben Bedeutung wie Wimbledon
"Für mich war das eines der Ziele, das ich unbedingt schaffen wollte. Dass mir das schon im zweiten Jahr auf der Tour gelingt, freut mich besonders", meinte Brier Montagabend. "Die British Open haben etwa die Bedeutung wie im Tennis Wimbledon", sagte der Wiener. Auch wenn das 156-er-Feld, in dem Brier ab Donnerstag antreten wird, das stärkste sein wird, in dem er je angetreten ist, traut er sich doch etwas zu. "Natürlich möchte ich den Cut schaffen. Ich hatte in Hillside zwei gute Trainingsrunden in Turnieratmosphäre und Hillside ist Lytham sehr ähnlich."
In insgesamt drei Ausscheidungsturnieren wurde über je acht weitere Plätze entschieden. Erst die Absage des US-Amerikaners Paul Azinger hatte einen neunten Startplatz für die Profis in Hillside möglich gemacht. Und um diesen duellierten sich letztlich Brier und Hutchins. "Es war heute ein verrückter Tag, das erste Mal waren wir um 7.45 Uhr auf dem Kurs, etwa um 18.00 Uhr sind wir dann noch ein Mal zum Stechen hinaus gegangen", berichtete Brier-Caddy Gerhard Rainer.
Hutchins hatte mit einer 75-er-Runde am Vortag schwach begonnen (Brier hatte im Vergleich dazu 71), mit 66 Strokes am zweiten Tag aber gesamt 141 Schläge vorzuweisen. Brier hatte seiner 71-er- eine 70-er-Runde folgen lassen. Im Stechen war er nach einem Par, ebenso wie Hutchins, am zweiten Loch mit einem Eagle um zwei Schläge besser als sein Konkurrent.
Brier bei Major mit der größten Tradition
Erst 1999 hatte Brier als erster Österreicher das Ticket für die European-Golf-Tour gelöst. Nach dem "Lehrjahr 2000" hat Brier nun das erste große Ziel erreicht. Die British Open gelten als das traditionsreichste unter den vier Majors, die weiteren drei sind die US Open, die PGA-Championships und das Masters und gehen allesamt in den USA in Szene.
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