US-Gericht weist entlastendes Material zurück

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Der in den USA zum Tode verurteilte schwarze Bürgerrechtsaktivist und Journalist Mumia Abu-Jamal hat einen neuen Rückschlag vor Gericht erlitten. Ein Bezirksrichter in Philadelphia wies in der vergangenen Woche Beweismaterial zurück, das möglicherweise die Unschuld des Verurteilten hätte belegen können.
Abu-Jamal wurde wegen der Ermordung eines Polizisten im Jahr 1981 verurteilt. Seine Unterstützer halten ihn aber für unschuldig und sehen in ihm ein Opfer einer rassistischen Polizei. Für seine Unschuld sollte nun auch das Schreiben eines Mannes sprechen, der sich darin zum Auftragsmord an dem Polizisten bekannte und das Abu-Jamal in diesem Jahr der Justiz vorgelegt hatte.
Abu-Jamal habe das Schreiben aber zu spät eingereicht, da er schon seit Juni 1999 von dem Bekenntnis gewusst habe, erklärte Richter William Yohn am Donnerstag. Abu-Jamal macht seine früheren Anwälte dafür verantwortlich, das Schreiben nicht schon früher vorgelegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat erklärt, sie halte das Geständnis ohnehin nicht für glaubwürdig.
Der Rundfunkjournalist Abu-Jamal gilt als engagierter Kritiker von Justiz und Polizei in den Vereinigten Staaten. Wiederholt hatte er bereits vor seiner Inhaftierung Willkür bei der Verfolgung Farbiger angeklagt. Seitdem veröffentlicht er Bücher über seine Hafterfahrungen. Abu-Jamals Fall hat auch international Aufsehen erregt. Ein Berufungsverfahren ist noch anhängig.
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