Freitag, 20. Juli 2001

Sprengsatz detoniert in Castlewellan

Auf eine Polizeiwache in der nordirischen Stadt Castlewellan ist am Freitag ein Bombenanschlag verübt worden. Für die Tat, zu der sich zunächst niemand bekannte, wurden Dissidenten der Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) verantwortlich gemacht. Auf eine Polizeiwache in der nordirischen Stadt Castlewellan ist am Freitag ein Bombenanschlag verübt worden. Für die Tat, zu der sich zunächst niemand bekannte, wurden Dissidenten der Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) verantwortlich gemacht.

In Belfast beschossen Unbekannte unterdessen ein katholisches Gemeindezentrum. Bei beiden Attentaten gab es keine Verletzten.

In Castlewellan, einer überwiegend von Katholiken bewohnten Ortschaft südlich von Belfast, suchte die Polizei den Ort des Anschlags nach Spuren ab. Der moderate katholische Lokalpolitiker Eamon O'Neill vermutete hinter der Tat eine IRA-Splittergruppe, die sich dem Karfreitagsabkommen von 1998 widersetzt.

Wenige Stunden später feuerten Bewaffnete im Norden von Belfast auf katholische Männer, die vor einem Gemeindezentrum standen. Als diese wegliefen, trafen rund ein Dutzend Kugeln das Gebäude, in dem sich zu diesem Zeitpunkt eine Mädchengruppe aufhielt. Gerry Kelly, ein Vertreter der IRA-nahen Partei Sinn Fein, machte Mitglieder der verbotenen Untergrundgruppe Ulster Defense Association (UDA) für die Tat verantwortlich.

20.7.2001 15:56