Donnerstag, 19. Juli 2001

"Arbeit am Verhandlungstisch ist getan"

Die Albaner haben die Friedensverhandlungen mit der mazedonischen Regierung abgebrochen. Das lokale Fernsehen zitierte die albanischen Gesprächsteilnehmer mit den Worten, ihre "Arbeit am Verhandlungstisch" sei "getan".

Zuvor hatten der außenpolitische EU-Beauftragte Javier Solana und NATO-Generalsekretär George Robertson eine geplante Reise nach Skopje kurzfristig abgesagt. Ihre zweitägige Reise nach Skopje hätte den stockenden Friedensverhandlungen einen neuen Impuls geben sollen.

Die slawischen Parteien lehnen die Forderungen nach der Einführung von Albanisch als zweiter Amtssprache sowie die Schaffung einer lokalen Polizei für die albanische Minderheit ab.

Der mazedonische Präsident Boris Trajkovski hat die albanischen Parteien zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Die führenden albanischen Politiker sollten ihrer Verantwortung als Politiker und gegenüber ihren Wählern nachkommen, sagte Trajkovski am Donnerstag nach einem Treffen der Regierungsfraktionen unter Beteiligung der beiden westlichen Vermittler Francois Léotard und James Pardew in Skopje.

19.7.2001 21:29