Anschläge palästinensischer Extremisten befürchtet

Angst in Israel: Die israelischen Sicherheitskräfte sind am Wochenende in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, um mögliche Anschläge palästinensischer Extremisten in Israel zu verhindern.
Nach Informationen der Geheimdienste planen radikale palästinensische Gruppen Bombenanschläge innerhalb Israels als Vergeltung für die Ermordung von drei Mitgliedern einer palästinensischen Familie in Hebron im Westjordanland am vergangenen Donnerstag.
Nach der von jüdischen Siedlern begangenen Tat, bei der auch ein drei Monate altes Baby erschossen worden war, hatten die Organisationen Hamas und Jihad Islami Rache geschworen. Israels Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer warnte nach Angaben der Tageszeitung "Haaretz" vom Sonntag, die Polizei müsse in den kommenden Wochen mit verstärkter Terroraktivität rechnen.
Die Führung des Palästinenseraufstands hat die Bevölkerung am Samstag aufgerufen, die im Juni von den USA vermittelte Waffenruhe einzuhalten. Am Samstag forderten tausende Palästinenser bei der Beerdigung eines Mitglieds der Fatah-Organisation von Präsident Yasser Arafat Vergeltung. Der Mann war bei der Explosion in einem Wohnhaus in Hebron getötet worden. Am Samstag wurden zwei Palästinenser bei einer Explosion in der Stadt Nablus verletzt. Nach israelischen Berichten vom Sonntag handelte es sich in beiden Fällen vermutlich um so genannte "Arbeitsunfälle" von Extremisten bei der Herstellung von Bomben.
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