Haupt will Forstgut in Aflenz verkaufen

Die defizitäre Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten im steirischen Aflenz, ein 5,900 Hektar großes Forstgut, das der Sozialminister jetzt um eine Milliarde privatisieren will. Der Forstdirektor wurde wegen Verdachts auf Mißwirtschaft entlassen.
Im Zentrum der obersteirischen Marktgemeinde Aflenz darf der Besitzer eines prachtvollen Hauses aus dem 19. Jahrhundert dieser Tage unfreiwillig reichlich Freizeit genießen. Am 21. Juni ereilte Herbert Prinz, den Direktor des Forstgutes Aflenz, die böse Nachricht aus dem fernen Wien. Ausgerechnet im 25. Dienstjahr und genau drei Tage vor seinem 62. Geburtstag lautete die häßliche Botschaft: Prinz ist wegen des Verdachts der Mißwirtschaft vom Dienst suspendiert und darf seinen Arbeitsplatz nur noch in der Rolle als Auskunftsperson aufsuchen.
Pikant ist die Affäre,weil der Herr Forstdirektor nicht in den Diensten irgendeiner Adelsfamilie oder eines Großindustriellen steht, sondern im Solde der Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten (PV-Ang), einem chronisch defizitären Sozialversicherungsträger, verantwortlich für die Pensionen von 1,4 Millionen Angestellten, dem im Vorjahr zum Ausgleich seiner tiefroten Bilanzen vom Bund zwölf Milliarden Schilling Zuschuß überwiesen werden mußten.
Genau diese Pensionsversicherung besitzt in Aflenz eines der größten Forstgüter Österreichs. Die gewaltige Latifundie umfaßt 5.900 Hektar – das entspricht einem Grundstück von beinahe acht mal siebeneinhalb Kilometern. Sozialminister Herbert Haupt hat mittlerweile angeordnet, das Forstgut in Aflenz zu verkaufen.
Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock
