Freitag, 13. Juli 2001

SPEZIAL: Krank durch die Klimaanlage

Durchschnittlich 19 Stunden pro Tag verbringt ein Westeuropäer in geschlossenen Räumen. Allein acht Stunden davon sitzt ein Angestellter im Büro. Gerade im Sommer ist dies ein misslicher Zustand: Denn ab einer Temperatur von 27°C sinkt die Schaffenskapazität um ein Viertel ab. Abhilfe verschafft eine Klimaanlage. Doch all zu oft entpuppt sich die Frischluftzufuhr als Krankheitsherd.

Dabei sind aber selten Bakterien und Pilze, die über die Klimaanlage verteilt werden, das Problem. "Es gibt sicher noch alte Klimaanlagen, die den modernen Anforderungen nicht entsprechen", sagt Dr. Christoph König, Umweltmediziner des Landes Salzburg, im NEWS Networld-Interview: "Das bakteriologische Problem ist bei uns relativ gering."

Zu geringe Luftfeuchtigkeit
Eines der Hauptprobleme ist die zu geringe Luftfeuchtigkeit: Diese liegt oft nur bei 20 bis 25 Prozent (der vorgeschriebenen Wert ist zwischen 40 und 60 Prozent).

Die Folge sind: Reizung der Augen und Atemwege oder allgemeines Unwohlsein. Durch das Austrocknen der Atemwege steigt zusätzlich die Infektionsanfälligkeit, so Dr. König.

Fazit: Die Mitarbeiter fühlen sich nicht bloß unwohl; auch die Zahl der Krankenstände steigt. Abhilfe bringt hier nur eine Wartung oder Erneuerung der Klimaanlage - damit die Luftzufuhr erfrischt und nicht ermattet.

13.7.2001 12:07