FORMAT: Über die Jobsuche im Internet

Auf der Suche nach neuen Arbeitsplätzen nutzen immer mehr Österreicher das Internet. Auch für Personalchefs wird das sogenannte E-Recruitment immer interessanter. Die Bereitschaft, sich online zu bewerben, wächst vor allem bei den unter Dreißigjährigen.
Das Angebot ist riesig. Für manche Jobs scheint es mehr Jobbörsen als Bewerber zu geben. Derzeit werben allein im deutschsprachigen Raum mehr als 260 Online-Jobforen um potentielle Umsteiger, die mit ihrem derzeitigen Arbeitsplatz unzufrieden sind, und freuen sich auf regelmäßige Besuche von Personalchefs. Die Menge von Stellenangeboten bei den kommerziellen Plattformen reicht von 50 bis 20.000 offenen Stellen. Auch die traditionellen Vermittler, Zeitungen und Zeitschriften, haben ihre Stellenmärkte ins Netz verlagert.
Und jedes zweite Unternehmen weist irgendwo auf seiner Firmenhomepage einen dezenten Link „jobs@“ auf. Der ORF etwa, laut Wirtschaftskammer einer der begehrtesten drei Arbeitgeber des Landes, ist gerade dabei, eine eigene Recruitingabteilung aufzubauen, und setzt bereits im Vorfeld stark aufs Netz. Mit Erfolg, zumindest bei den attraktiven Ausschreibungen. Die in der Vorwoche zu vergebende Stelle einer Modeberaterin ermutigte knapp 300 Kandidaten, ihre Bewerbungsunterlagen online abzuliefern.
Wie im E-Commerce generell vertrauen Kunden auch bei der Jobsuche am ehesten auf spezialisierte Plattformen (wie das erst vor wenigen Wochen gelaunchte personalisierbare Portal www.myfree lancer.at, das sich auf den durch die Dotcom- Krise in Bewegung gebrachten ITMarkt konzentriert) oder bekannten Institutionen und Firmen. Hierzulande verfügt die Webplattform des Arbeitsmarktservice über den „biggest name“. Der interaktive AMS-Channel E-Jobroom wächst kontinuierlich. Rund 16.000 Personen und an die 2.000 Unternehmen, denen es um Kostenoptimierung bei der Rekrutierung neuen Personals geht, geben hier bereits ihre Bewerberprofile und Stellenangebote selbst ein und kommunizieren untereinander.
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