Freitag, 13. Juli 2001

Feilschen mit EU um Wettbewerbsauflagen

Ein Silberstreif am Horizont zeichnet sich für die Kooperation der Fluggesellschaften Austrian Airlines (AUA) und Lufthansa ab. AUA-Sprecher Ralph Preclik ortet "positive Signale" aus Brüssel. Dort wird die Kooperation seit Monaten unter die Lupe genommen.

Erstmals gebe es Airlines, die bereit sind, die Strecken zwischen Österreich und Deutschland als Mitbewerber zu befliegen. Die EU hat jetzt ihre Frist von Mitte Juli auf Mitte September verlängert.

Preclik bestätigte einen Bericht im "WirtschaftsBlatt", wonach die Fluggesellschaften Air Alps, Eurowings, die slowenische Adria Airways und Croatian Airways Interesse an diesen Routen gezeigt hätten. Früher war auch die ungarische Malev im Gespräch gewesen, auch die tschechische CSA war in diesem Zusammenhang genannt worden.

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hatte beanstandet, dass es auf 33 Direktverbindungen zwischen Deutschland und Österreich keine Alternative zu AUA oder Lufthansa gebe. Die AUA verließ im Herbst 1999 die Qualiflyer-Allianz mit der Swissair und schloss sich mit Frühjahr 2000 dem Flugbündnis Star Alliance mit der Lufthansa an.

13.7.2001 16:53