Freitag, 13. Juli 2001

Stagnation bei knapp 77.000 BezieherInnen

Nach dem Höchstwert vom Mai stagniert die Zahl der Karenzgeldbezieher nun bei rund 77.000 BezieherInnen. Einen "Rekordwert" gibt es beim Anteil der Männer.

Laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger wurden im Juni 76.721 Bezieher - vorwiegend Mütter - ausgewiesen. Immerhin 1.459 Vertreter des so genannten starken Geschlechts - das sind exakt 1,9 Prozent - rafften sich auf, ihre Kleinsten zu betreuen.

Von den 76.721 Karenzgeldbeziehern standen 58.891 in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis (davon 1.141 Männer oder 1,937 Prozent). 17.830 wurden als arbeitslos ausgewiesen (davon 318 Männer oder 1,784 Prozent).

2002 wird das Karenzgeld abgelöst
Ab Jänner 2002 wird das Karenzgeld vom "Kinderbetreuungsgeld" abgelöst werden. Derzeit beträgt die Höhe des Karenzgeldes 5.721 Schilling und wird bei Alleinerziehern eineinhalb Jahre und bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile zwei Jahre gewährt.

Das Kindergeld wird 6.000 Schilling betragen, und wenn beide Elternteile die Betreuung übernehmen, drei Jahre ausbezahlt. Ein Elternteil kann maximal zweieinhalb Jahre das Kindergeld in Anspruch nehmen, wobei der Kündigungsschutz allerdings nur 24 Monate dauert.

Die Zahl der Anspruchsberechtigen für das neue Kindergeld wird 2002 auf Selbstständige, Hausfrauen, Studentinnen und Bäuerinnen ausgedehnt, was den Bezieherkreis um rund 50.000 ansteigen lassen dürfte. Insgesamt sollen nach einer Hochrechnung der Statistik Austria im nächsten Jahr fast 127.000 Personen das neue Kindergeld beziehen.

13.7.2001 11:19