80.000 Urlauber betroffen

Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat am Donnerstagabend angekündigt, dass sie ab Mitternacht sämtliche Flüge streicht. Die drastische Maßnahme wurde damit begründet, dass 97 Prozent der für die Operation der Flüge unentbehrlichen Piloten wegen eines Tarifstreits die Arbeit gekündigt hätten.
Deswegen könne unter den jetzigen Bedingungen die Sicherheit der Passagiere nicht mehr gewährleistet werden. Schätzungsweise 80.000 Urlauber sind von der Einstellung der Flüge unmittelbar betroffen.
99 Piloten hätten aus Protest gegen die Haltung der Firma im Tarifstreit ihre Kündigung eingereicht. Von Mitternacht (MESZ) an seien alle Flüge gestrichen, sagte Firmenchef Xabier de Irala in Madrid. Die Sicherheit der Passagiere könne nach der Kündigungswelle im Flugbetrieb nicht mehr gewährleistet werden. Sobald der Einsatzplan umgearbeitet sei, würden die Flüge wieder aufgenommen.
Bei den 99 Piloten handelt es sich demnach um Mitglieder der Gewerkschaft SEPLA, die für die Hauptreisezeit insgesamt zehn Streiktage angekündigt hatte. Ähnlich wie bei der Lufthansa in Deutschland fordern die Piloten einen Ausgleich für Teile ihrer Gehälter, die seit 1995 zurückgehalten wurden, um die finanzielle Lage bei Iberia zu verbessern. Sie gelten in der Branche als besonders schlecht bezahlt. Die seit April vollständig privatisierte Fluggesellschaft macht Tariferhöhungen von einer Erhöhungen der Produktivität der Piloten und einer Verbesserung der Unternehmensergebnisse abhängig.
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