Geldverdienen mit Empfang von Werbe-SMS

Der weltweite Boom treibt seltsame Blüten: Immer mehr Moslems trennen sich einfach per SMS von der unliebsamen Gattin. Denn im Islam kann sich ein Mann von der Ehefrau scheiden lassen, indem er die Absicht in Gegenwart der Gattin ausspricht. Malaysia will das jetzt verbieten. In Österreich will ein findiger Jungunternehmer jetzt durch das Verschicken von Werbe-SMS reich werden.
Seit Thomas Gratz mit seinem Portal www.handyandcash.com online ist, rennen ihm die User die Türe ein. Nach nur einer Woche waren 1.500 Mitglieder registriert. Täglich kommen 600 neue dazu. "Wir müssen gehörig aufrüsten und Nachtschichten schieben", freut sich der Jungunternehmer.
Der Grund für die ungewöhnliche Registrierfreude, bei der Telefonnummer, Adresse, Kontonummer und Alter angegeben werden: Gratz versendet über sein Portal Werbe-SMS und zahlt seinen Mitgliedern für jede empfangene Nachricht 70 Groschen. Und: Wer neue User wirbt, kann an diesen zusätzlich mitverdienen. Im Schneeballsystem kassiert man dann 10 Groschen für jede SMS, die an den Freund oder an eine zehn diesem geworbene Person geht.
Gratz' Rechenbeispiel: "Wer drei Freunde wirbt, die wieder drei werben, verdient bis zur sechsten Ebene an 1.092 Personen mit. Bekommt jeder davon monatlich 100 SMS, kann man sich über satte 11.020 Schilling freuen."
Finanzierungsmodell
Die Zahlung solcher Summen hält Gratz für durchaus realistisch: "Wir verrechnen den Werbetreibenden drei bis vier Schilling pro SMS. Die User erhalten dann - je nachdem - bis zu 1,30 Schilling. Und: Rund 40 Groschen pro Nachricht gehen an die Netzbetreiber. Der Rest bleibt bei uns."
Noch fehlen diejenigen, die SMS-Werbung machen wollen
Derzeit hat der Portalbetreiber noch keine Kunden. Interessenten - vor allem aus dem regionalen Bereich - gibt es aber. "Über unsere Datenbank können Zielgruppen genau definiert werden. Und die Trefferquote liegt bei 100 Prozent. Eine SMS liest schließlich jeder."
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