Mittwoch, 11. Juli 2001

Wien läßt alle bedeutenden Börsen weit hinter sich

Wien ist anders. Bezogen auf die Aktienmärkte hat der Tourismus-Slogan tatsächlich Gültigkeit. Denn während alle wichtigen Börsen der westlichen Welt von Frankfurt über Tokio bis New York heuer teilweise kräftig im Minus liegen, können sich Investoren am rot-weiß-roten Handelsplatz seit Jahresbeginn über ordentliche Gewinne freuen. Wie lautet das Erfolgsgeheimnis?

„An der Wiener Börse notieren vorwiegend defensive Aktien, und genau das lieben Investoren in diesem Jahr“, analysiert Wall-Street-Börsenguru Heiko Thieme. Er favorisierte den österreichischen Handelsplatz schon vor dem Kursanstieg im heurigen Jahr als einer von wenigen internationalen Experten als „kleines Juwel“. Thieme rät, auch weiterhin in Wien zu investieren.

Neue Liebe Old Economy
Die neue Liebe der Investoren zur „Old Economy“, den traditionellen Großkonzernen mit stabilem Umsatz- und Gewinnwachstum, hat die Wiener Börse wieder attraktiv gemacht. Denn jene High-Tech-Titel, die noch zu Beginn des Vorjahres für gigantische Kursfeuerwerke sorgten, sind nun für blutige Kursgemetzel verantwortlich.

Die einst als Geldmaschinen geltenden Wachstumsbörsen Neuer Markt (Frankfurt) und Nasdaq (New York) bescherten den Investoren heuer gewaltige Verluste. Der Nemax 50, der Index des Neuen Marktes, befindet sich derzeit auf dem Tiefstniveau von 1998, also bei Kursen wie vor dem High-Tech-Boom. Allein heuer hat der Nemax 50 gut 55 Prozent an Wert verloren.

Gewinner ATX
Der ATX, der Leitindex der Wiener Börse, liegt seit Jahresbeginn hingegen um über 13 Prozent im Plus und schlägt damit sowohl den deutschen Aktienindex Dax als auch das Wall-Street-Barometer Dow Jones um Längen.

Die ausführliche Analyse lesen Sie im neuen NEWS.

11.7.2001 16:35