In NEWS: Die Liste der Top-Kandidaten

Mayday! Im Cockpit der Austrian Airlines Group schrillen die Alarmglocken. Österreichs Luftfahrt befindet sich im Sturzflug. Klar ist lediglich, dass es vier neue Vorstandsdirektoren geben soll. Milliarden-Verluste fordern von der neuen AUA-Crew einen Crashkurs.
- Die Verluste steigen ins Unermessliche, das Stammhauskonzept erweist sich als äußerst teuer.
- Die Führungscrew wurde desavouiert, dann abserviert und wartet de facto handlungsunfähig auf ihren Abruf.
- Zusätzlich Troubles bei den Airline-Töchtern: Bei Tyrolean kostet die Abwendung eines Pilotenstreiks bis zu 200 Mio. S (inkl. Pensionskasse). Die Lauda Air schwankt dagegen zwischen Streik und Auflösung.
Vier Neue
Klar ist derzeit lediglich, dass es bis Herbst vier neue Vorstandsdirektoren geben soll. Während das bisherige Vorstandsduo mit einem zweistelligen Millionenbetrag vorzeitig in den Ruhestand geschickt wird, wartet auf die Nachfolger ein Kamikazejob.
Saniererjob
Dennoch: Beim Headhunter Spencer Stuart, vom AUA-Aufsichtsrat mit der Suche nach vier Vorständen beauftragt, spricht man von einer wahren Flut an Anfragen interessierter Manager, die sich den Knochenjob eines Sanierers der österreichischen Airliner antun wollen. Jedenfalls werden derzeit fast ein Dutzend Namen gehandelt, die für einen Posten im vierköpfigen AUA-Vorstand infrage kommen.
Die Top-Liste der Headhunter
H. Draxel: ÖBBGeneral – hoch gehandelt, nur: Finanzminister K.-H Grasser kann kaum jemanden holen, den Ministerkollegin M. Forstinger gefeuert hat.
Carl Michel: Österreicher, hätte British-Airways-General werden sollen, wurde gefeuert, als sein Förderer gehen musste.
J. Burger: Der Tyrolean-Vorstand mit Außenseiterchancen, da die Tiroler AUATochter als erbitterter Gegner des Stammhauskonzepts gilt.
U. Schulte-Strathaus: Stratege, bei der deutschen Lufthansa verantwortlich für die Konzernpolitik: wäre geeignet.
Franz Zöchelbauer: AUA-Mann mit breiter Anhängerschaft im Betriebsrat, derzeit aber nur mäßige Aussichten.
Fritz Otti: AUA-Finanzmann mit Drang nach oben, gilt als AUA-interner Wunschkandidat für den Finanzvorstandsjob.
Wolfgang Mayerhuber: Österreicher, Passage-Chef beim AUA-Partner Lufthansa: gute Chancen auf Rückkehr nach Wien.
Fritz Feitl: Ex-Tyrolean-Boss will antreten. Freilich: Er ist älter als das aus Altersgründen gefeuerte AUA-Vorstandsduo.
Christian Müller: Der Chef der belgischen Sabena liegt im Clinch mit dem ehemaligen AUA-Partner Swissair. Von Qualifikation her Topfavorit.
R. Teckentrup Lufthansa-Manager (Netzwerk & Marketing) gilt als heißer Kandidat für Marketing- Vorstand.
Alle Details zu den Favoriten für den neuen AUA-Vorstand lesen Sie im neuen NEWS.
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