Um fast 30 Prozent mehr Personal auf über 6.000

Die österreichische Kfz-Zuliefergruppe Magna Steyr will am Grazer Standort der traditionellen Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik (SFT) bis Jahresende 2001 rund 1.300 neue Arbeitsplätze schaffen. Der Personalstand soll damit um fast 30 Prozent von derzeit rund 4.700 auf über 6.000 Mitarbeiter erhöht werden. Magna Steyr begründete dies mit der guten Auftragslage in der Automobil-Produktion und Entwicklung.
Beim Geländewagen-Klassiker der Mercedes-Benz G-Klasse, seit 1979 ein Aushängeschild für Automobile und Allradtechnik "made in Graz", erfordert die steigende Nachfrage nach diesem Modell die Einführung einer zweiten Produktionsschicht ab August. In den vergangenen zehn Jahren wurde im Einschichtbetrieb gefertigt. Mit der zweiten Schicht soll die Stückzahl um über 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht werden.
Bei der Mercedes-Benz E-Klasse wird ab kommenden Herbst die Umstellung vom derzeitigen Zweischicht- auf Dreischichtbetrieb notwendig, um die Produktionskapazität auf mehr als das Doppelte anzuheben.
Sowohl beim Jeep Grand Cherokee als auch bei der Mercedes-Benz M-Klasse, die zum Großteil auf denselben Produktionsanlagen gefertigt werden, haben die neuesten Modelle die Nachfrage deutlich belebt, sodass auch hier ab Herbst die Produktion hochgefahren werden muss, wie Magna Steyr erklärte.
Von den 1.300 neuen Jobs sind tausend Stellen für die Produktion und weitere 300 für den Engineering-Bereich sowie für Qualitätswesen, Informatik, Logistik oder Beschaffung vorgesehen. Rund ein Drittel der tausend zusätzlichen Stellen in der Produktion will Magna Steyr mit Facharbeitern (Karosseuren, Schweißern, Lackierern, Kfz-Mechanikern und -Elektrikern, Betriebselektrikern und -Elektronikern) besetzen. Für die übrigen zwei Drittel der Produktions-Arbeitsplätze sollen knapp 600 Anlernkräfte eingestellt werden.
Bei der Umsetzung des Personal-Aufbauprogramms in Graz arbeitet Magna Steyr sowohl mit dem Arbeitsmarktservice (AMS), aber auch mit Ausbildungsstätten (zum Beispiel der Technischen Universität oder den Fachhochschulen) zusammen.
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