Montag, 9. Juli 2001

Aus Verbund und E.ON wird EHP

Die Wasserkraft-Ehe von Verbundgesellschaft (Österreich) und E.ON Energie (Deutschland) ist perfekt: Beide Energieversorger gründen eine gemeinsame Gesellschaft unter dem Namen "European Hydro Power GmbH" (EHP). Dies gaben die Unternehmensspitzen am Montag mit Regierungsvertretern in Wien bekannt.

An dem Joint Venture wird die Verbundgesellschaft rund 60 Prozent halten, E.ON Energie 40 Prozent.

EHP - mit Sitz in Österreich - verfügt über insgesamt mehr als 200 Wasserkraftwerke mit einer Ausbauleistung von rund 9.600 MW sowie einem Regelarbeitsvermögen von mehr als 35.000 GWh und wird rund 2.500 Mitarbeiter aus Österreich und Deutschland beschäftigen.

Die Verbundgesellschaft übernehme die wirtschaftliche Führung in dem Gemeinschaftsunternehmen, wurde erklärt
Der Verbund hat 2000 91 Prozent seines Stroms aus Wasserkraft aufgebracht und 71 Wasserkraftwerke betrieben. Die Eigenerzeugung des Verbund aus Wasserkraft betrug 25,475 Mrd. kWh oder 25.475 GWh. Von der Verbund-Stromerzeugung stammten 75 Prozent aus Laufkraftwasser-, 16 Prozent aus Speicherwasser- und 9 Prozent aus Wärmekraftwerken.

FPÖ-Landeshauptmann Jörg Haider kritisierte bereits vor der Bekanntgabe die Wasserkraft-Ehe: "Der Verbund geht in die falsche Richtung", meinte Haider. Dieser Deal mache Österreich mit einem Schlag zum Zentrum der Atromstromproduzenten. "Die Atomlobby kauft sich mit dem Verbund einen Wasserkraftproduzenten, um sich damit zu schmücken", so Haider.

9.7.2001 13:36