Investmentfonds CVC will Böhler-Uddeholm

Zwei potente Finanzgesellschaften, der britische Investmentfonds CVC Capital Partners, der in Österreich bereits den Faserhersteller Lenzing AG gekauft hat, und eine ausländische Großbank wollen auch den Edelstahlkonzern Böhler-Uddeholm zu 100 Prozent übernehmen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Format".
CVC soll bereit sein, rund 8,5 Mrd. S (618 Mill. Euro) für die gesamte Böhler-Uddeholm zu bezahlen. Zwischen 2 und 3 Mrd. S würden die Briten selbst einbringen, rund 6 Mrd. S müssten über Banken fremdfinanziert werden, so "Format" in seiner jüngsten Ausgabe.
Die Tilgung dieser Schulden sei durch Dividendenzahlungen von Böhler-Uddeholm vorgesehen. Danach solle das Unternehmen mit anderen Firmen zusammengespannt und mit einer neuen attraktiven Story wieder an die Börse gebracht werden.
Dem Management um Generaldirektor Claus Raidl biete CVC eine Beteiligung zum "Diskontpreis". 5 Prozent der Aktionen seien für die Top-Führungskräfte reserviert.
Raidl, der keine Stellungnahme abgeben wolle, lasse gerade rechnen, ob der sogenannte "free Cash-Flow" des Unternehmens ausreichen würde, um die Schulden bedienen zu können ohne dass die Entwicklung des Konzerns gehemmt werde. In diesem Fall könnte er den Deal befürworten, hoffe die CVC.
Die ÖIAG könnte dann ebenfalls ihre bisherige Ablehnung eines Böhler-Uddeholm-Verkaufs überdenken, schreibt "Format". Die ÖIAG ist mit 25 Prozent an Böhler-Uddeholm beteiligt, der Rest ist Streubesitz.
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