Sonntag, 15. Juli 2001

Iroda Tuljaganowa gewann UNIQA-Grand-Prix

Die ungesetzte Iroda Tuljaganowa komplettierte am Sonntag ihren Erfolgsrun und gewann auch das Finale des UNIQA-Grand-Prix (170.000 Dollar) im Wiener Prater. Die 19-jährige Usbekin bezwang die als Nummer acht gesetzte Schweizerin Patty Schnyder problemlos nach 63 Minuten mit 6:3,6:2 und holte ihren zweiten Titel auf der WTA-Tour.

Tuljaganowa hatte auf dem Weg ins Endspiel u.a. auch die Topfavoritin Jelena Dementjewa (RUS) ausgeschaltet. Sie kassierte einen Siegerscheck in Höhe von 27.000 US-Dollar (31.620 Euro/435.096 S).

"Ich war gut vorbereitet, auch mental. Allerdings hätte ich mir nicht gedacht, dass ich hier gewinnen könnte", meinte Tuljaganowa, die sich im Ranking vom derzeitigen Platz 48 nach vor schieben wird. Das Ergebnis täusche ein wenig, denn "so einfach war es nicht". Auf Grund der Hitze war sie aber froh, dass das Match, übrigens das erste Duell mit Schnyder, so schnell vorbei war.

Der Schweizerin steckte der fast dreistündige Marathon vom Vortag im Halbfinale gegen Jelena Kostanic noch in den Knochen. "Es war schwierig, mein Spiel zu finden", meinte Schnyder, die in ihrem insgesamt dritten Endspiel in Österreich die zweite Niederlage verkraften musste.

Für Tuljaganowa haben sich die Mühen in der näheren Vergangenheit gelohnt. "Ich habe in den vergangenen vier, fünf Monaten sehr hart trainiert und alles andere dem Tennis untergeordnet. Es ist mir auch gelungen, meine Beinarbeit zu verbessern. Es war eine perfekt Woche", analysierte die frischgebackene Turniersiegerin.

Veranstalter Peter-Michael Reichel wird sich bemühen, das Turnier in den nächsten Jahren in Wien zu etablieren. Er stellte auch in Aussicht, dass der Grand Prix auch im Vienna Cricket and Football Club verbleiben könnte. "Die Leute haben gestaunt, welch eine schöne Anlage es hier mitten in Wien gibt", so Reichel, der aber noch einige Adaptierungen vornehmen müsste. Angestrebt wird auch ein neuer Termin. "Wir kämpfen noch um einen Platz im Juni direkt nach den French Open. Wenn das gelingt, dann können wir auch Top-5-Spielerinnen hierher holen, derzeit sind einige auf Urlaub."

15.7.2001 16:21