Offizielle Verbands-Stellungnahme erst nächste Woche

Der österreichische Bundesfachverband für Reiten und Fahren (BFV) muss künftig ohne Peter Nidetzky auskommen. Der langjährige Hauptreferent für Springreiten teilte der Organisation am Mittwoch nach 32-jähriger BFV-Tätigkeit den Rückzug aus dieser Funktion mit.
Verbands-Generalsekretär Erich Breiter wird vorläufig interimistisch als Springreit-Referent fungieren, der Nachfolger Nidetzkys wird vom BFV-Präsidium bestellt. Der Zeitpunkt dieser Sitzung steht noch nicht fest.
Nidetzky macht in einem offenen Schreiben die Gesamtsituation innerhalb des Dachverbandes für seinen Schritt verantwortlich. Demnach würde man sich in internen Querelen und regionalen Grabenkämpfen verzetteln und den Blick auf das Wesentliche verlieren. Auseinandersetzungen mit Verbands-Vizepräsident Karl Paar hätten Nidetzky zu seinem Rücktritt nicht bewogen, diese seien maximal der Anlass und nicht die Ursache dafür gewesen.
Nidetzky schreibt weiter, dass er sich stets bemüht habe, Fehlendes durch Eigeninitiative wett zu machen und er nie auch nur einen Kilometer auf Verbandskosten gefahren wäre. Seinen Abschied habe ihm die von ihm forcierte Bestellung von Jörg Domaingo für drei Jahre zum Nachwuchs-Bundestrainer leicht gemacht.
Beim Verband wollte man die Ausführungen Nidetzkys noch nicht kommentieren, man will erst nach einer Direktoriums-Sitzung am kommenden Dienstag Stellung nehmen. Generalsekretär Erich Breiter meinte vorerst nur so viel: "Dieser Entschluss Nidetzkys kam für uns sehr überraschend." Nidetzky will seine frei werdende Zeit künftig u.a. selbst ab und zu zum Reiten nützen. Zudem wird er national und international als Richter fungieren und für Eurosport als Chef-Kommentator bei Springreit-Turnieren tätig sein.
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