Donnerstag, 12. Juli 2001

Präsident Pastrana ruft zur Waffenruhe auf

Mit klaren Siegen sind Gastgeber Kolumbien und Chile in die Copa America, die südamerikanische Fußball-Meisterschaft, gestartet. Vor der Eröffnungsfeier rief Kolumbiens Präsident Andres Pastrana die linke Guerilla, die mit einer Attentatswelle die Durchführung des Turniers gefährdet hatte, zu einer Waffenruhe bis Meisterschaftsende am 29. Juli auf.

Chile ließ im Eröffnungsspiel in Barranquilla der Auswahl Ecuadors beim 4:1 (1:0) keine Chance. Im zweiten Spiel gewann Kolumbien gegen Venezuela mit 2:0 (1:0).

Vor 40.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Roberto Melendez gewann Chile dank der Treffer von Reinaldo Navia (29. Minute), Cristian Montecinos (74. und 90.) sowie Marcelo Corrales (86.). Cleber Chala hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich in der 53. Minute erzielt.

Der Sieg Chiles war auch in der Höhe so verdient wie überraschend. Ecuador steht schließlich mit seinen Stars, Regisseur Alex Aguinaga und Sturmtank Agustin Delgado, als Dritter der südamerikanischen Qualifikationsgruppe bereits mit einem Bein in der WM-Endrunde 2002. Chile ist dagegen praktisch ausgeschieden und präsentiert sich zudem in Kolumbien ohne das berühmte Sturmduo Zamorano-Salas. Mit schnellem Flügelspiel und dank der guten Aufbauarbeit von Marco Villaseca beherrschten die Chilenen aber fast die gesamte Partie.

Kolumbien war dagegen trotz des klaren Sieges über Venezuela nicht in der Lage, die Fans in Barranquilla zu überzeugen. Freddy Grisales in der 15. Minute und Victor Aristizabal in der 59. erzielten die Treffer der "Cafeteros", der so genannten "Kaffee"-Mannschaft, die nach der Absage Argentiniens als einer der wenigen ernsthaften Konkurrenten von Titelverteidiger Brasilien gilt.

12.7.2001 11:58