"Acht Boote bei WM wäre ideal, fünf sind das Ziel"

Für die österreichischen Ruderer wird es am kommenden Wochenende so richtig ernst. Beim Weltcup-Finale in München geht es um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften auf dem Luzerner Rotsee (23. bis 26. August). Der österreichische Verband schickt in Deutschland neun Boote - angeführt vom LG-Vierer ohne - ins Rennen.
"Wir hoffen, dass zwischen fünf und acht Boote die Qualifikation schaffen. Acht wäre der Idealfall, fünf auch noch sehr gut", erklärte Cheftrainer Martin Kessler.
Um sich für Luzern zu qualifizieren, muss man entweder ins Finale kommen oder im Halbfinale maximal 2,3 Prozent (Herren) bzw. 2,8 Prozent (Damen) hinter der Zeit der Sieger sein. Keine Sorgen diesbezüglich sollte der LG-Vierer haben, der in München auch noch um den dritten Platz im Gesamtweltcup kämpft. Das österreichische Paradeboot wird in Deutshland mit der gleichen Besetzung wie zuletzt in Wien rudern. Juliusz Madecki wird also weiter den Platz von Helfried Jurtschitsch einnehmen und mit Martin Kobau, Wolfgang Sigl und Bernd Wakolbinger rudern. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Auch Christoph Engl, der in München im Einer startet, hat nach wie vor Chancen auf den vierten Platz.
"Zuletzt hat das Boot aber mit Madecki im Training einen besseren Eindruck gemacht", begründete Kessler die Entscheidung. Trotzdem sei man nach vor dabei, die richtige Abstimmung zu finden. "Wir haben zuletzt wieder den Schlag umgestellt, sind davon abgegangen, mit hoher Frequenz zu rudern, sondern machen mehr mit Kraft", erklärte er. "Wir hoffen auf jeden Fall, dass wir gegenüber Wien einen weiteren Schritt gemacht haben. Und bis zur WM, dem großen Saisonziel, haben wir ja dann weitere fünf Wochen Zeit."
Neben dem LG-Vierer geht es vor allem für die Jungen darum, den Anschluss an die Spitze zu finden. Dabei haben vor allem Martina Miesgang und Barbara Pirker zuletzt mit zwei vierten Plätzen überrascht. Dazu gibt es bei den Damen auch ein neues Boot. Monika Felizeter/Michaela Taupe/Carolin Sturm/Karola Schustereder feiern in München ihr Debüt im LG-Doppelvierer.
ÖRV-Mannschaft für Ruder-Weltcup-Finale in München
HERREN (6 Boote):
Einer (Ralph Kreibich)
Doppelzweier (Philip Krause/Christof Uhl)
LG-Einer (Christoph Engl)
LG-Doppelzweier (Sebastian Sageder/Uwe Daxböck)
LG-Zweier ohne (Christoph Praschnig/Paul Sommeregger)
LG-Vierer ohne (Juliusz Madecki/Bernd Wakolbinger/Wolfgang Sigl/Martin Kobau)
DAMEN (3):
LG-Einer (Margret Sperrer)
LG-Doppelzweier (Martina Miesgang/Barbara Pirker)
LG-Doppelvierer (Monika Felizeter/Michaela Taupe/Caroline Sturm/Karola Schustereder)
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