Dienstag, 10. Juli 2001

Großartiger Erfolg über Albert Costa

Werner Eschauer hat am Dienstag beim Tennis-Turnier in Gstaad für eine saftige Überraschung gesorgt. Der Niederösterreicher, der sich durch die Qualifikation gekämpft hatte, schlug den spanischen Titelverteidiger Albert Costa sicher mit 6:0,7:6 und zog damit ins Achtelfinale ein, in dem er am Donnerstag auf den spanischen Paris-Finalisten Alex Corretja trifft.

Eschauer setzte in Gstaad dort fort, wo er in München mit dem Sieg über Jewgenij Kafelnikow aufgehört hatte. Schon im ersten Satz wusste der dreifache Kitzbühel-Sieger Costa, die aktuelle Nummer 54 im Champions Race, nicht ganz wie ihm geschah. Ganze drei Eigenfehler unterliefen dem Österreicher, der mit 6:0 gewann. Auch im zweiten Satz steuerte er nach einem Break zum 4:2 schon auf den sicheren Sieg hin, Costa glückte da noch das Rebreak. Doch im Tiebreak machte der 27-jährige Eschauer alles klar, stellte von 0:1auf 6:1 und holte sich den Satz schließlich mit 7:3 im Tiebreak.

Umso bemerkenswerter ist der Erfolg der Nummer 203 im Entry-System, weil der Hollensteiner direkt nach einer Verletzungspause in die Qualifikation in Gstaad eingestiegen ist. Dort feierte er drei Siege, der vorläufige Höhepunkt war am Dienstag der Sieg über Costa. "Damit habe ich bewiesen, dass der Sieg gegen Kafelnikow keine Eintagsfliege war", freute sich Eschauer.

Koubek scheitert an Pioline
Der 24-jährige Kärntner musste sich dem französischen Routinier Cedric Pioline 2:6,6:3,3:6 geschlagen geben und kassierte damit nach Hamburg (Qualifikation), St. Pölten, den French Open, Nottingham und Wimbledon bereits die sechste Auftaktniederlage in Folge. Der 32-jährige Franzose entschied in Gstaad auch das zweite Duell mit dem Österreicher für sich. Zuvor hatte er Koubek im Vorjahr bei der Wiener CA-Trophy 6:3,6:3 bezwungen.

10.7.2001 17:03