Genuas Erzbischof rief zu Gewaltfreiheit auf

Papst Johannes Paul II. hat die sieben führenden Industriestaaten und Russland (G-8) am Sonntag daran erinnert, dass die christliche Botschaft "Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden" fordere. Der Papst äußerte sich in seinem Feriensitz in Les Combes in den italienischen Alpen.
Schon vor einer Woche hatte er die G-8, die am Wochenende in Genua zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen, aufgefordert, "den Schrei der vielen Armee zu hören". Der Papst hoffe natürlich und bete dafür, dass dieser Gipfel den Beginn einer neuen Ära einleite, erklärte sein Sprecher Joaquin Navarro-Valls.
Der Erzbischof von Genua, Kardinal Dionigi Tettamanzi, hat die Demonstranten gegen das G 8-Treffen in Genua zu Gewaltfreiheit aufgerufen. In einem am Sonntag veröffentlichten und von Kathpress zitierten Interview der katholischen Tageszeitung "Avvenire" sagte der Kardinal, er bitte inständig alle, die nach Genua kommen, die bevor stehenden Tage im Zeichen des Friedens zu verbringen.
Dieser Friede müsse "gesucht und gewollt werden", betonte Tettamanzi. Wer in Genua friedlich für die Rechte der Armen demonstrieren wolle, solle sich "sichtbar von den Gewalttätigen distanzieren" und damit verhindern, dass die legitimen Proteste desavouiert werden.
Papst will in Kasachstan erstmals auf Russisch predigen
Papst Johannes Paul II. will bei seiner für September geplanten Reise nach Kasachstan seine öffentlichen Ansprachen erstmals in russischer Sprache halten. Dies erklärte Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls laut Kathpress am Rande des Papst-Urlaubs in Introd im Aosta-Tal. Zur Begründung erklärte er, dass Russisch in der einstigen Sowjetrepublik die einzige von allen Bewohnern verstandene Sprache sei.
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