"Bundesweite Bedeutung" der Wahl hervorgehoben

Auf einem Landesparteitag der PDS ist der frühere Bundestagsfraktionsvorsitzende Gregor Gysi am Samstag offiziell zum PDS-Kandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin gewählt. Der 53-Jährige bekam 103 Stimmen. Sieben Delegierte stimmten mit Nein, drei enthielten sich.
Die stellvertretende PDS-Vorsitzende und PDS-Landesvorsitzende Petra Pau, hob in ihrer Rede die "bundesweite Bedeutung" der Wahl in Berlin hervor. "Egal wie wir aus den vorgezogenen Berliner Neuwahlen hervor gehen, es wird eine bundesweite Weichenstellung sein", sagte Pau laut Redemanuskript. Berlin müsse zum "Pilotprojekt deutsche Einheit" werden. Wenn in der Ost-West-Stadt Berlin PDS-Stimmen nicht mehr als "zweitrangig abgetan" würden, dann sei das ein Signal für die gesamte Bundesrepublik.
Die Mehrheit der Deutschen lehnt einer neuen Umfrage zufolge eine Regierungsbeteiligung der PDS in Berlin ab. Dagegen sprachen sich in einer repräsentativen Umfrage 61 Prozent von 1.100 Befragten aus, die das Meinungsforschungsinstitut dimap in Bonn-Bad Godesberg im Auftrag der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe) und des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) vornahm. Nicht beunruhigen würde die PDS im Berliner Rathaus 32 Prozent der Befragten. Im Osten Deutschlands würden 57 Prozent der Menschen eine Regierungsbeteiligung der PDS begrüßen.
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