Gerücht kursiert bereits seit Februar

Jetzt ist es so gut wie fix: Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger bekommt im Oktober einen neuen Präsidenten. Sein Name: Martin Gleitsmann. Sein derzeitiger Posten: Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer.
Das Gerücht kursiert bereits seit Februar in der Sozialversicherung, nun bestätigt Gleitsmann höchstpersönlich den baldigen Karrieresprung: Das kann ich mir durchaus vorstellen. Allerdings ist das noch kein bedingungsloses Ja.“ Abhängig macht der schwarze Sozialpolitikprofi seine Zustimmung davon, „ob auch die Umstände stimmen“. Das könnte allerdings zum Problem werden. Denn die „Umstände“ stimmen ganz und gar nicht. Die Arbeitnehmerseite – und hier vor allem die roten Gewerkschafter – ist über die Demontage des bisherigen Hauptverbandspräsidenten Hans Sallmutter (GPA)schwer irritiert.
Fast noch betroffener macht sie allerdings die Zustimmung der ÖVP-Wirtschaftsvertreter zur Sallmutter-Ablöse und die Tatsache, daß die Mehrheitsverhältnisse in der Sozialversicherung nebenbei von Rot auf Schwarz- Blau umgedreht wurden. Daher überlegt der ÖGB ernsthaft, keinen roten Arbeitnehmervertreter in das oberste Gremium des „Hauptverbands neu“, den Verwaltungsrat, zu entsenden. Bau- Holz-Gewerkschafter Johann Driemer redet Klartext: „Wir werden uns gut überlegen, von unserem Entsendungsrecht Gebrauch zu machen. Wir geben uns nicht als Feigenblatt für die schwarz-blaue Koalition her.“
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