Praktikantin seit 30. April verschwunden

Elf Wochen nach dem mysteriösen Verschwinden einer Regierungspraktikantin gerät der US-Kongressabgeordnete Gary Condit zunehmend unter Druck. Die Behörden leiteten Vorermittlungen gegen den demokratischen Politiker ein, der seine Liebesbeziehung zur Praktikantin Chandra Levy zugegeben hatte. Indessen gewinnt der Fall immer mehr an Brisanz: Wie nun bekannt wurde, war die Praktikantin bei ihrem Verschwinden schwanger.
Die Vorermittlungen gegen Condit sollen nun klären, ob er versucht hat, die Untersuchung des Falles zu behindern.
Stewardess wurde von Condit unter Druck gesetzt
Dabei geht es vor allem um die Aussage einer Stewardess. Diese hatte gesagt, Condit habe sie zu einer schriftlichen Erklärung gedrängt, in der sie eine zehnmonatige Beziehung zu ihm verleugnen sollte. Außerdem habe der Abgeordnete sie angewiesen, bei einer Befragung nicht mit Beamten der Bundespolizei FBI zu kooperieren. Condit hat diese Vorwürfe zurückgewiesen, äußerte sich allerdings nicht zu der Frage, ob er auch mit der Stewardess ein Verhältnis hatte.
Die Polizei hatte am Mittwoch vier Stunden lang die Wohnung Condits nach Hinweisen auf das Schicksal Levys durchsucht. Am Donnerstag befragten die Beamten erneut Bewohner des Wohnkomplexes, in dem Levy lebte. Zusätzlich wurden leer stehende Häuser in der US-Hauptstadt durchsucht.
Praktikantin seit 30. April verschwunden
Die 24-jährige Praktikantin Levy wurde zuletzt am 30. April gesehen, seither verliert sich ihre Spur. Sie stammt aus Condits kalifornischem Wahlkreis. Der 53-jährige, verheiratete Condit hatte zunächst stets angegeben, er und Levy seien "gute Freunde". Die Verwandten der jungen Frau sprachen dagegen von einer intimen Beziehung der beiden.
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