Sburny geht zur "Grünen Wirtschaft"

Dreieinhalb Jahre war Michaela Sburny (42) Bundesgeschäftsführerin der Grünen. Am Mittwoch hat sie angekündigt, dass sie im Herbst zur "Grünen Wirtschaft" wechselt. Sie war verantwortlich für den Nationalratswahlkampf 1999, außerdem wurde in ihrer Zeit das am vergangenen Wochenende beschlossene neue Bundesparteiprogramm erarbeitet.
Sie habe die Grüne Bundespartei "aus der turbulenten Zeit in eine ruhigere" geführt, sowohl in finanzieller als auch in politischer Hinsicht, hatte sich Sburny selbst anlässlich ihrer Wiederwahl als Bundesgeschäftsführerin im März 2000 zu Gute gehalten.
Sburny wurde am 17. Mai 1959 geboren. Nach ihrer Mittelschulzeit begann sie zunächst ein Medizinstudium. Sie brach es aber ab und arbeitete zunächst freiberuflich in diversen Jobs und im Sozialbereich, ehe sie Hauptschullehrerin wurde und fünf Jahre lang blieb.
Sburnys politisches Engagement hat in der Anti-Zwentendorf-Bewegung und der Frauenbewegung begonnen. Von der Alternativen Liste Wien kam sie über die Mitarbeit bei den Wiener Rathaus-Grünen zur Bundespartei. 1992 wurde sie bei den Wiener Grünen Referentin für Bildung, Soziales und Frauenfragen, 1993 wurde sie in den Landesvorstand gewählt. Von 1995 bis 1997 war Sburny Geschäftsführerin der Wiener Grünen. 1997/98 organisierte sie den Wahlkampf für die für die Grünen erfolgreiche niederösterreichische Landtagswahl vom März 1998. Im April 1998 wurde Sburny Bundesgeschäftsführerin.
Parallel zu ihrer Tätigkeit in der Politik absolvierte Sburny Anfang der 90er-Jahre eine spezielle Ausbildung für Organisationsentwicklung. Seit 1994 ist sie Organisationsberaterin für Projekte im Bildungs- und Non-Profit-Bereich.
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