Störaktionen serbischer Extremisten befürchtet

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen wird heute in Srebrenica in der bosnischen Serbenrepublik des Massakers an bosnischen Moslems vor sechs Jahren gedacht. An den Gedenkfeiern nehmen auch rund 5000 Angehörige der Opfer teil, die seitdem in der Moslemisch-Kroatischen Föderation in Bosnien leben. Sie stehen unter dem Schutz von 1300 Polizisten, die von SFOR-Soldaten und der UNO-Polizei in Bosnien verstärkt werden.
Ab dem Morgen werden alle Straßen um Srebrenica geschlossen und die Grenzkontrollen verstärkt. Die Polizei befürchtet, dass serbische Extremisten die Zeremonie stören, bei der ein Gedenkstein für die Opfer aufgestellt werden soll. Am 11. Juli 1995 fielen bosnische Serben in die damalige UNO-Schutzzone Srebrenica ein. Sie sollen bis zu 8000 Moslems verschleppt haben. Ihre Leichen wurden zum großen Teil bis heute nicht gefunden.
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