Freitag, 13. Juli 2001

Übertriebene Maßnahme für Sicherheit?

Die Proteste der Globalisierungsgegner haben offensichtlich Panik in Italien ausgelöst. Hier wurde nämlich eigens für den G8-Gipfel, der vom 20. bis 22. Juli in Genua stattfindet, ein Raketenabwehrsystem eingerichtet. Damit sollen die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industriestaaten und Russlands (G-8) geschützt werden.

Die Raketen stellten keine Gefahr für die Bevölkerung der norditalienischen Stadt dar, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Es handle sich auch nicht um eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme. Italiens Außenminister Renato Ruggiero hatte mit der Dachorganisation der Globalisierungsgegnern, dem Sozialen Forum Genua, bereits Gespräche geführt und zugesagt, zu einer Diskussion ihrer Anliegen bereit zu sein, vorausgesetzt die Diskussion werde zivil geführt.

Bei mehreren Gipfeltreffen waren Proteste von Globalisierungsgegnern zu gewalttätigen Ausschreitungen eskaliert. Sie werfen den Industriestaaten eine weltweite Ausbeutung der Arbeitskräfte vor und machen sie für die Armut in den Entwicklungsländern mitverantwortlich.

In Göteborg waren Mitte Juni Dutzende Polizisten und Demonstranten verletzt worden. Drei Demonstranten wurden von der Polizei angeschossen.

13.7.2001 08:54