Dienstag, 10. Juli 2001

Wegen Anschlag auf US-Botschaft von 1998

Der Bombenattentäter von Tansania muss lebenslang hinter Gitter: Verurteilt wurde der Terrorist Khalfan Khamis Mohamed von einem Bundesgericht in New York wegen seiner Teilnahme am Bombenanschlag auf die amerikanische Botschaft in Tansania 1998.

Die Todesstrafe blieb dem 27-Jährigen trotz Forderung der Staatsanwaltschaft erspart. Das Geschworenengericht hatte drei Tage beraten, bevor es das Urteil am Dienstag in New York verkündete.

Der 27-jährige hat dem Urteil zufolge keine Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung. Bei dem Anschlag in Tansania waren elf Menschen getötet worden. Mohamed gehörte nach Überzeugung der Geschworenen zu einer Gruppe von vier Männern, die im Auftrag des saudiarabischen Fundamentalistenführers Osama bin Laden den Doppelanschlag auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania verübt haben sollen. Bei den fast zeitgleichen Explosionen am 7. August 1998 starben insgesamt 224 Menschen, darunter zahlreiche US-Amerikaner.

Mitte Juni war bereits der Saudiaraber Mohamed Rashid Daud el Owhali wegen des Anschlags auf die US-Botschaft in Nairobi zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zusammen mit Owhali und Mohamed waren Ende Mai zwei weitere mutmaßliche Gefolgsleute bin Ladens von dem Bundesgericht in New York für schuldig befunden worden, an den Attentaten beteiligt gewesen zu sein. Die Verkündung ihres Strafmaßes steht noch aus. Dabei handelt es sich um einen US-Bürger libanesischer Herkunft und einen Jordanier.

10.7.2001 18:54