Protestanten randalieren

Nach einer Parade des protestantischen Oranier-Ordens in Drumcree ist es in der nordirischen Stadt zu Ausschreitungen gekommen. Pro-britische Randalierer schleuderten nach Polizeiangaben Molotow-Cocktails über Absperrungen, die den Marsch der Oranier durch ein katholisches Wohnviertel hatten verhindern sollen
Nach einer Parade des protestantischen Oranier-Ordens in Drumcree ist es in der nordirischen Stadt zu Ausschreitungen gekommen. Pro-britische Randalierer schleuderten nach Polizeiangaben Molotow-Cocktails über Absperrungen, die den Marsch der Oranier durch ein katholisches Wohnviertel hatten verhindern sollen.
Die Brandsätze richteten offenbar keine größeren Schäden an. Andere Randalierer zündeten Feuerwerkskörper und versuchten die Barrikaden zu beschädigen. Die Polizei griff nicht ein. Verglichen mit früheren Jahren habe es sich nur um kleine Zwischenfälle gehandelt, hieß es.
Wie in jedem Jahr trafen Polizei und Militär vor Beginn des Marsches in Drumcree nahe der Stadt Portadown massive Sicherheitsvorkehrungen, nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Ausschreitungen gegeben hatte. Traditionell wird die Drumcree-Parade als solche zwar genehmigt, der Umzug durch ein katholisches Wohnviertel an der Garvaghy Road aber verboten.
Mit ihren Paraden in der jährlichen Marsch-Saison im Juli erinnern die Protestanten an den Sieg Wilhelms von Oranien über den katholischen König Jakob II. Stuart am 12. Juli 1690. Portadown war dabei in der Vergangenheit immer wieder ein Brennpunkt im Konflikt zwischen pro-britischen Loyalisten und irischen Nationalisten
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