Kronprinz stellt Edward vor die Wahl: Job oder Titel

Prinz Charles macht seinen Bruder und seine Schwester arbeitslos. Er ist überzeugt: Geschäftinteressen und königliche Privilegien vertragen sich nicht miteinander. So will der älteste Sohn der Queen jetzt seinen kleinen Bruder Edward und dessen Frau Sophie überreden, ihre Firmen aufzugeben und sich ganz in den Dienst der Krone zu stellen.
Nach einem Bericht der Zeitung "The Sunday Telegraph" meint Charles, sein jüngerer Bruder Edward (36) und dessen Frau Sophie müssten ihre Unternehmen gänzlich aufgeben, wenn sie weiterhin offiziell als Mitglieder des Königshauses auftreten wollten.
Charles habe diese Erklärung für einen Bericht abgegeben, den Lord Luce im Auftrag von Königin Elizabeth II. über mögliche Interessenskonflikte erstellt. Die Königin forderte den Bericht an, nachdem Sophie Wessex, Inhaberin einer Firma für Öffentlichkeitsarbeit, durch beleidigende Äußerungen über Politiker, die heimlich von einem Journalisten aufgenommen worden waren, einen Skandal ausgelöst hatte. Auch Edward Wessex, jüngster Sohn der Königin, war durch seine defizitäre Fernseh-Produktionsfirma Ardent, die vor allem Filme über das Königshaus herstellte, in die Kritik geraten.
Charly, der Hardliner
Prinz Charles habe in der Diskussion über die Trennung von Geschäft und Krone "eine Hardlinerposition eingenommen". "Er ist überzeugt, dass man entweder im königlichen Geschäft oder im privaten Geschäft ist", zitiert das Blatt einen Mitarbeiter des Prinzen. Sophie Wessex dürfe sich allenfalls für Wohltätigkeitsorganisationen betätigen, falls sie weiterhin eine öffentliche Rolle im Königshaus spielen wolle.
"Läster-Sophie" schaltet auf stur
Das Ehepaar Wessex ist jedoch entschlossen, auch aus finanziellen Gründen an eigenen Geschäften festzuhalten. Sophie Wessex, die sich auf Drängen der Königin nach dem "Sophiegate"-Skandal aus ihrer PR-Firma zurückzog, hat inzwischen dort wieder ihre Tätigkeit aufgenommen.
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