"Ungerecht und inakzeptabel"

Papst Johannes Paul II. hat am Freitag die Wirtschaftsblockade der USA gegen Kuba als "ungerecht und ethisch inakzeptabel" kritisiert. In einer Rede vor kubanischen Bischöfen erinnerte der Papst auch an seinen Besuch in Kuba 1998, bei dem er mit Revolutionsführer Fidel Castro zusammengetroffen war.
Dieser hatte zugesagt, der Kirche größere Freiheiten zu gewähren. Seitdem sei viel erreicht worden, erklärte der Papst. Aber es müsse auch noch viel getan werden. Die Menschen seien nicht mehr zufrieden mit den "alten Ideologien". Die Wirtschaftssanktionen der USA hatte Johannes Paul II. schon früher verurteilt.
Kubas Zuckerproduktion bleibt hinter Planungen zurück
Die kubanische Zuckerproduktion ist in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. Nach einer Gesamtausbeute von 4,06 Mill. Tonnen in der Saison 1999/2000 wurden dieses Mal nur 3,53 Mill. Tonnen produziert, sagte ein Sprecher des Zuckerministeriums am Freitag in Havanna. Diese Ziffer liegt auch unter dem für dieses Jahr gesteckten Ziel von 3,7 Mill. Tonnen. Als Gründe nannte der Sprecher unter anderem "eine außergewöhnliche Trockenheit, gefolgt von übermäßigen Regenfällen".
Rohrzucker ist nach wie vor das wichtigste Exportprodukt der wirtschaftlich schwer angeschlagenen sozialistischen Karibikinsel. In den 80er Jahren hatte Kuba noch mehr als 8 Mill. Tonnen pro Jahr produziert. Die Auflösung des früheren Ostblocks und der damit verbundene Verlust an Treibstoff-, Ersatzteil- und Düngerlieferungen führte vor rund zehn Jahren zu einem drastischen Einbruch. Der Sektor gilt auch nach wie vor als wenig effizient.
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