Golf-GTI-Treffen pushte Kärnten-Tourismus: +32%

"Wonnemonat" Mai: Die Tourismus-Umsätze in Österreich sind im Mai gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Prozent auf 12,6 Mrd. S gestiegen. Vor allem die gute Wetterlage und günstige Kalendereffekte haben dieses Rekordergebnis bewirkt.
Laut einer Aussendung des Wirtschaftsministeriums vom Donnerstag fiel dabei die Nachfragesteigerung der Inländer um die Hälfte schwächer aus als die der ausländischen Gäste. Das insgesamt gute Mai-Ergebnis sieht Staatssekretärin Mares Rossmann (F) sieht das erfreuliche Mai-Ergebnis zum Teil durch Sonderfaktoren wie gute Wetterlage und Kalendereffekte begründet.
Wenn auch im Juni möglicherweise ein schwächeres Ergebnis erzielt werde, so sei doch für das Umsatzwachstum in der Sommersaison eine ähnliche Dynamik wie in der abgelaufenen Wintersaison zu erwarten, ist die Staatssekretärin überzeugt.
Für das Gesamtjahr 2001 erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) eine Zuwachsrate bei den Tourismus-Umsätzen von 6 Prozent und damit eine neue Rekordmarke von gut 223 Mrd. S.
Die Konjunkturabschwächung, folgert Rossmann, wird sich somit noch nicht wesentlich auf die Sommerergebnisse auswirken, weil Reiseentscheidungen zeitversetzt - wegen der ausgezeichneten Konjunktur- und Einkommenslage des Vorjahres - erfolgen.
Erfreulich, so die Tourismus-Staatssekretärin, ist auch, dass die Investitionen in die Tourismus-Wirtschaft wieder zunehmen, wie die bisher in der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) eingelangten Förderansuchen gezeigt hatten.
Von den einzelnen wichtigen Herkunftsländern expandierten die Nächtigungen der Schweizer, Belgier, Niederländer und Deutschen "relativ stark", die der französischen Gäste blieben hinter dem Durchschnitt der Ausländernächtigungen zurück. Rückläufig war die Nachfrage aus Großbritannien, den USA sowie Italien.
Unter den neun österreichischen Bundesländern war Kärnten im Mai 2001 eindeutiger Gewinner mit einem Umsatzzuwachs von 32,4 Prozent (Golf-GTI-Treffen am Wörthersee), danach folgten Vorarlberg (plus 16,5 Prozent), die Steiermark (plus 15,5 Prozent) und Tirol (plus 15,4 Prozent). Unter dem Bundesdurchschnitt lagen Salzburg (plus 11,8 Prozent), das Burgenland (plus 10,6 Prozent), Niederösterreich (plus 7,8 Prozent), Oberösterreich (plus 3,8 Prozent) und Wien (plus 3,6 Prozent).
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