Freitag, 6. Juli 2001

Steco-Übernahme wird noch geprüft

Neustart mit Optimismus - das ist die Devise des neuen Eigentümers der in Konkurs gegangenen Steiner Freizeitmöbel GmbH und des Managements. Friedrich Huemer, Chef des Hörschinger Kunststoffunternehmens Polytec: "Ich bin davon überzeugt, dass man aus dieser Firma etwas machen kann." Ziel ist es, der führende Anbieter von Freitzeitmöbeln in Europa zu werden.

Friedrich Huemer, Chef des Hörschinger Kunststoffunternehmens Polytec, der die Firma gekauft hat, gab Freitag Mittag am Standort in Ebensee gemeinsam mit den Managern seine erste Pressekonferenz.

Er ist nach wie vor beeindruckt von der Größe des Betriebes, von den vorhandenen Werten und auch von der Modernität der Ausstattung, sagte Huemer. Dazu kommt, dass Steiner-Freizeitprodukte einen wird daher auch der Markenname "Steiner" für die in Ebensee erzeugten Freizeitmöbel beibehalten, die Firma wird in "Plastic Products Innovation GmbH" umbenannt.

Ob er, Huemer auch die ebenfalls in Konkurs befindliche Steiner-Tochter Steco übernehmen wird, ist noch nicht klar. Hier will er noch zuwarten und die Details prüfen.

Es wird jetzt so rasch wie möglich mit den Vorarbeiten für die Saison 2002 begonnen, erläuterten Huemer und der Geschäftsführer der Firma, Wolfgang Silmbroth. In erster Linie geht es jetzt um die Komplettierung des Programms, wobei derzeit nicht lieferbare Teile ergänzt werden müssen, um die Freizeitmöbel als komplette Sets verkaufen zu können. Es sei auch die Anschaffung neuer Werkzeuge erforderlich, wurde erläutert, außerdem plant er Investitionen in Richtung Produkterweiterung sowie den Aufbau einer neuen Betriebsorganisation, sagte Huemer.

Geschäftsführer Silmbroth erläuterte die derzeitige wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Im Jahr 2000 hatte man einen konsolidierten Umsatz von 928 Mill. S (67,4 Mill. Euro) für 2001 war ein Umsatz von 1 Mrd. S geplant gewesen. Auf Grund des Konkurses ist dieses Ziel naturgemäß nicht zu erreichen. Mit dem neuen Eigentümer hofft man, einen Umsatz von rund 750 bis 780 Mill. S zu schaffen.

Ein Problem stellen laut Huemer die Überkapazitäten im Maschinenpark der bisherigen Firma Steiner Freizeitmöbel dar. Es sind in letzter Zeit Investitionen in diesem Bereich in einem für ihn, Huemer, nicht nachvollziehbaren Ausmaß getätigt worden. Allein im Jahr 2000 hat man 35 Mill. S in neue Maschinen investiert. Es gilt jetzt, durch entsprechende Aktivitäten auf dem Markt die Auslastung des Werks zu erreichen, nannte Huemer ein Ziel. Was den Personalstand der Firma anlangt, so kommt es zwar jetzt über den Sommer - wie jedes Jahr - zu einer saisonbedingten Reduzierung, er geht aber davon aus, dass ab Herbst wieder der Personalstand von rund 340 Beschäftigten so wie bisher weiter geführt wird.

6.7.2001 17:18