Mittwoch, 4. Juli 2001

EnergieAllianz übernimmt 25% von Energie AG

Nach jahrelangen Verhandlungen ist es seit heute praktisch fix: Die EnergieAllianz (Wien, NÖ, Burgenland) übernimmt vom Land Oberösterreich 25% und eine Aktie der Energie AG. Zugleich wird über eine Sperrminorität sichergestellt, dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden.

Als eine zentrale Weichenstellung in der derzeitigen Konsolidierungsphase der heimischen E-Wirtschaft sieht die EnergieAllianz die in der Nacht auf Mittwoch erzielte Grundsatzeinigung über den Verkauf von 25 Prozent und einer Aktie an der Energie AG Oberösterreich (EAG) sowie zum Beitritt des oberösterreichischen Versorgers zur Allianz.

Ganz fix ist die Einigung wie berichtet aber noch nicht. Die "Feinabstimmung" soll am 11. Juli stattfinden, so Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (V) heute früh im Anschluss an die mehr als neunstündige Sitzung. Man sei nicht "unterschriftsreif" es seien aber die Eckpunkte einer gemeinsamen Energiezukunft festgehalten worden. Der für morgen, Donnerstag, geplante Landtagsbeschluss über die EAG-Teilprivatisierung verzögert sich also weiter.

Der Beitritt der EAG zur EnergieAllianz stärke die österreichische Stromwirtschaft am Vorabend der gänzlichen Strommarktliberalisierung, so die EnergieAllianz am Mittwoch in einer ersten Stellungnahme. Die EnergieAllianz könne mit dem Beitritt der EAG ihre Position als österreichischer Marktführer weiter ausbauen.

Nach mehr als vier Jahren habe nun der Durchbruch für eine vom oberösterreichischen Landtag präferierte "österreichische-oberösterreichische Stromlösung" gefunden werden können. Eingebunden werden könnte auch der Verbund. Die EnergieAllianz räumt dem Verbund eine Option für eine spätere Abtretung von Anteilen an der EAG ein. Damit solle eine Perspektive für ein künftiges Miteinander von Verbund und EnergieAllianz eröffnet werden, heißt es aus der EnergieAllianz.

Die EnergieAllianz in ihrer künftigen Zusammensetzung - derzeit sind es EVN, Wiener Stadtwerke, Linz AG sowie Bewag und Begas an - gehöre mit 4 Millionen Kundenanlagen für Strom, Gas und Wärme künftig zur Spitzengruppe der 15 größten Dienstleister im liberalisierten Energiemarkt der EU.

4.7.2001 18:58