Montag, 2. Juli 2001

"Stammhauskonzept" der AUA muss greifen

Nachdem bei der Lauda Air Luftfahrt AG im Geschäftsjahr 1999/2000 (per Ende Oktober) nur durch außerordentliche Maßnahmen gegen Jahresende der operative Jahresverlust teilweise ausgeglichen und die "drohende Insolvenz abgewendet" konnte, müsse die Liquiditätssituation weiterhin als "äußerst gespannt" bezeichnet werden, schreibt der Wirtschaftsprüfer Deloitte & Touche in seinen Anmerkungen zum Bestätigungsvermerk der Lauda Air-Bilanz.

Die wesentlichen operativen Risiken betreffen laut Deloitte & Touche vor allem die Abhängigkeit von der Entwicklung der Fremdwährungskurse - insbesondere des US-Dollars -, die schwierige wirtschaftliche Lage der italienischen Tochter Lauda Air Spa (Rom) sowie die erforderlichen Kapazitätsanpassungen, auch im Zuge der Rücknahme der Expansionsstrategien.

"Sollten die im Rahmen der Integration in die AUA-Gruppe ("Stammhauskonzept") eingeleiteten Maßnahmen nicht greifen, sei mit einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft zu rechnen", so der Wirtschaftsprüfer.

Die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Lauda Air habe sich im Geschäftsjahr 1999/2000 "dramatisch verschlechtert", heißt es im "uneingeschränkten Bestätigungsvermerk" .

2.7.2001 17:24