Montag, 2. Juli 2001

Info über Libro-Ausgleich erstmals im Internet

Heute 15 Uhr findet die erste Gläubiger-Beiratssitzung über die Buch- und Medienhandelskette Libro statt. Über Libro wurde am vergangenen Freitag der Ausgleich eröffnet. Hauptziel des Ausgleichsverfahrens ist die Unterstützung der Sanierung des Unternehmens, so Masseverwalter Viehböck. Erstmals können sich Gläubiger auch im Internet über den Ausgleich informieren.

"Schmerzhafte Sanierungsschritte" seien "sicher erforderlich", würden aber - vor allem bei der Reduzierung der Arbeitsplätze - "entsprechend behutsam" gesetzt, meinte Viehböck. "Libro soll zu Schulanfang ein kräftiges Lebenszeichen seines Weiterbestandes geben. Die Regale werden voll sein und Schüler und Eltern werden in gewohnter Weise bedient".

Entscheidung über Vergleichsannahme am 21.9.
Über die Annahme des Vergleichs über einen Schuldennachlass werde in der gerichtlichen Ausgleichstagsatzung am 21. September im Landesgericht Wiener Neustadt entschieden.

Der Libro-Ausgleichsverwalter überwacht die Geschäftstätigkeit und den Fortbetrieb von Libro und prüft alle Verbindlichkeiten sowie das Vermögen im Sinne der Gläubiger, zu denen auch die Libro-Beschäftigten zählen. Stellvertreter von Viehböck ist Bernhard Schatz. Michael Tröthandl ist besonderer Verwalter für Belange der Aus- und Absonderungsrechte, Maria-Christina Nau kümmert sich um alle Belange der Libro-Dienstnehmer.

Ausgleich-Info per Internet
Ab heute sind für Gläubiger, Dienstnehmer, Lieferanten und Aktionäre Informationen über Libro auch im Internet unter "http://www.libro.at/ausgleich" zu finden.

2.7.2001 18:10