Dienstag, 3. Juli 2001

Zahlreiche Flüge gestrichen, Wien nicht betroffen

Die Piloten der spanischen Fluggesellschaft Iberia sind heute in den Streik getreten. Die angekündigte Arbeitsniederlegung brachte nach Angaben des Rundfunks vor allem in Barcelona die Flugpläne durcheinander. Auf dem Madrider Airport verlief dagegen, von einigen Verspätungen abgesehen, alles normal.

Die Fluglinie hatte wegen des 24-stündigen Streiks vorsorglich etwa ein Viertel ihrer für Dienstag vorgesehenen 1020 Flüge gestrichen.

Der Flughafen Wien-Schwechat ist von dem Streik nicht betroffen. Sowohl die Mittagsmaschine aus Madrid als auch die Abendmaschine aus Barcelona sollten einem Sprecher zufolge planmäßig ankommen.

Bis Ende August wird 10 Mal gestreikt
Die Auswirkungen des Streiks wurden auch dadurch abgemildert, dass die Piloten auf Anordnung der Regierung auf allen Routen ein Minimum an Flügen aufrecht erhielten. Der 24-stündige Streik ist die zweite von insgesamt zehn Arbeitsniederlegungen, die die Pilotengewerkschaft SEPLA bis Ende August vorgesehen hat. Am ersten Streiktag vor zwei Wochen war das befürchtete Chaos an den spanischen Flughäfen ausgeblieben.

Piloten wollen mehr Geld, Iberia spart
Die Piloten verlangen ein neues Tarifabkommen mit kräftigen Lohnerhöhungen. Iberia kündigte wegen des Streiks Einsparungen an. Piloten in der Ausbildung sollen nicht übernommen, bestellte Flugzeuge erst später gekauft und Flugangebote reduziert werden.

3.7.2001 10:46