SPEZIAL: EURO-UMFRAGE

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So sehen die Euro-Scheine aus
Umfrage, Diskussion, Eurorechner
Ein halbes Jahr vor der Umstellung auf Euro-Bargeld sind Preiserhöhungen eine der Hauptsorgen der Bevölkerung: Fast vier Fünftel der Österreicher (78 Prozent) fürchten, dass Geschäftsleute die Währungsumstellung dazu nutzen, die Preise zu erhöhen. Männer (81 Prozent) sehen diese Gefahr noch stärker als Frauen (75 Prozent).
Umstellungsbedingte Teuerungen am wirksamsten verhindern würden wohl "Der Wettbewerb" (28 Prozent) und "Arbeiterkammern" (24 Prozent), glauben die Konsumenten. 12 Prozent meinen, dass "niemand" solches verhindern werde können. Der Regierung (7 Prozent) wird vergleichsweise wenig Einfluss auf das Preisgefüge beigemessen.
Mehrheit erwartet schnelle Gewöhnung
Die Mehrheit der Österreicher erwartet, sich relativ schnell ans neue Geld zu gewöhnen. Die überwiegende Mehrheit (73 Prozent) ist überzeugt, sich spätestens 3 Monate nach Euro-Einführung ein Urteil über den Preis einer Ware bilden zu können. 8 Prozent glauben dabei, das jetzt schon einschätzen zu können. Nur 8 Prozent befürchten, länger als 6 Monate dafür zu brauchen.
FPÖ-Sympathisanten halten EURO für falsch
In einer Umfrage unter 991 Österreichern in allen Bundesländern im Juni 2001 haben die Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) und die Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft (SWS) Erwartungen und Befürchtungen und Informationsgrad zum Thema Euro erhoben. Hauptergebnis der am Montag in Wien präsentierten Erhebung: In beinahe allen Bevölkerungsschichten wird Österreichs Euro-Teilnahme mehrheitlich als richtig erachtet. Auffallendste Ausnahme: FPÖ-Sympathisanten halten die Entscheidung als einzige Gruppe weiterhin mehrheitlich (53 Prozent) für falsch.
Insgesamt hielten im heurigen Juni 63 Prozent der Befragten den Entschluss Österreichs, von Anfang an am Euro teilzunehmen, für richtig. Für 29 Prozent war er falsch. Die Jungen sind am stärksten von der frühestmöglichen Einführung der Gemeinschaftswährung überzeugt: 82 Prozent der 16- bis 24-Jährigen halten die Euro-Einführung für richtig, jedoch nur 66 Prozent der 25- bis 39-Jährigen. 40- bis 59-Jährige sind noch zu 62 Prozent davon überzeugt, aber nur mehr 54 Prozent der Personen über 60 Jahren.
Zustimmungsgefälle nach Ausbildungsgrad
Ein deutliches Zustimmungsgefälle gibt es nach Ausbildungsgrad: 78 Prozent der Maturanten und Akademiker sind dafür, dass Österreich von Beginn an dabei ist, jedoch nur 54 Prozent der Befragten mit Lehr-/ Fachschulabschluss und lediglich 40 Prozent jener, die eine Pflichtschule ohne weitere Ausbildung absolvierten.
Österreicher fühlen sich gut über Euro informiert
Das subjektive Informationsniveau über den Euro ist in Österreich sehr hoch: So fühlen sich fünf Prozent der Österreicher "sehr gut" und weitere 49 Prozent "gut" über die einheitliche europäische Währung informiert. Das geht aus einem "Eurobarometer" hervor, zu dem von der EU-Kommission am Montag in Brüssel Länder-"Highlights" veröffentlicht wurden. Das EU-weite Wissen um den Euro lässt dagegen zu wünschen übrig: Denn 58 Prozent der EU-Bürger klagen über ein Informationsdefizit. Nur 42 Prozent haben das Gefühl, über die neue Währung Bescheid zu wissen.
Banken und Medien als Informationsquellen
Als zentrale Informationsquellen fungieren in Österreich laut "Eurobarometer" Massenmedien einerseits und Banken, Sparkassen und Versicherungsgesellschaften andererseits. Der Einführungstermin von Euro-Banknoten und -Münzen mit Jahresbeginn 2002 kann von 89 Prozent der Österreicher korrekt angegeben werden. Ungewissheit herrsche allerdings hinsichtlich der Möglichkeit, ob man nach den ersten Monaten 2002 noch Schilling-Noten und -Münzen verwenden kann.
Wieviel ist der Euro wert?
Den Wert des Euro können 22 Prozent der Österreicher sofort richtig angeben. 55 Prozent setzen die Euro-Schilling-Relation etwas zu niedrig an, 17 Prozent etwas zu hoch, sechs Prozent sind uninformiert. Im EU-Schnitt können 20 Prozent der Bürger den Wert des Euro in ihrer Landeswährung angeben.
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