Deregulierung des europ. Strommarktes zu langsam

Der Düsseldorfer E.ON-Konzern, dem ein Interesse an der Wasserkraft-Sparte des Verbund-Konzerns und auch an dem bisher vom Verbund gehaltenen EVN-Aktienpaket nachgesagt wird, plant einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden fünf Jahren in den USA Zukäufe im Volumen von 47 Mrd. Dollar (762 Mrd. S/55,4 Mrd. Euro).
Der deutsche Versorger wolle zwei bis drei US-Energieunternehmen übernehmen, berichtete die britische Zeitung "Times" am Montag unter Berufung auf der E.ON nahestehende Kreise.
E.ON kommentiert Bericht nicht
Als mögliche Übernahmekandidaten gelten dem Bericht zufolge die Cinergy Corp, DPL Inc und Kansas City Power and Light Co. Ein E.ON-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. E.ON-Chef Ulrich Hartmann habe mehrfach betont, nach der Übernahme der britischen Powergen wolle der deutsche Konzern sowohl in den USA als auch in Europa weiter wachsen, hieß es lediglich.
Die Übernahme von Powergen war der Beginn
Die Wachstumsstrategie des Konzerns hatte E.ON-Chef Hartmann zuletzt im Mai auf der Hauptversammlung erläutert, dem US-Markt dabei allerdings nicht den alleinigen Vorrang eingeräumt. Den Finanzierungsspielraum für Übernahmen hatte Hartmann auf 30 bis 50 Mrd. Euro beziffert. Im April hatte E.ON die Übernahme des britischen Versorgers Powergen für umgerechnet rund 30 Mrd. DM angekündigt. Powergen gehört in den USA die Lousiana Gas and Electric.
In dem Zeitungsbericht hieß es weiter, E.ON wolle sich auf den US-Markt konzentrieren, da dem Konzern die Deregulierung des Marktes in Europa zu langsam gehe.
Dalai Lama in Österreich14:23
China ist sauerTreffen mit dem Dalai Lama "schwere Einmischung in die inneren Angelenheiten"
Familiendrama in St. Pölten11:25
Bub ringt mit dem TodKlinik: Zustand nach Kopfschuss "sehr, sehr kritisch". Scheidung als Auslöser der Bluttat?
Grand Prix von Monaco15:49
Fünfter trotz BestzeitSchumi Schnellster in Monaco. Wegen Rückstufung dennoch Webber in der Pole.

