Rudi Quehenberger im NEWS-Interview

Rudi Quehenberger spricht im NEWS-Interview über sein Salzburg-Comeback und wie er Kartnig & Co den Kampf ansagt. Eine Möglichkeit: "Vielleicht hole ich Otto Baric zurück."
NEWS: Herr Quehenberger, warum tun Sie sich den Fußball noch einmal an?
Quehenberger: Ich bin ein Fußballverrückter. Fußball war immer ein Lebenselixier von mir, das mir Kraft gegeben hat. Wir sind regelrecht schon eingeschlafen hier in Salzburg. Wir waren ohne Herz, ohne Seele. Bis auf ein paar tausend Fans war es der Bevölkerung völlig wurscht, wie Austria Salzburg spielt. Das will ich ändern. Die Leute sollen wieder Herz zeigen und Emotionen. So wie ich. Wenn man 16 Jahre Fußball gemacht hat, kann man die Zeit nicht einfach wegwischen. Nach einem Jahr Absenz hat es wieder gekribbelt, weil ich Fußball mag, weil ich die Fans mag. Da hab ich g’sagt, Rudi, du musst was machen. Aber ich muss sagen, ohne das neue Stadion hätte ich mir das nicht mehr angetan. Jetzt müssen wir allen beweisen, dass das Projekt keine Fehlinvestition ist, sondern eine sinnvolle Sache.
NEWS: Was hat sich bei Austria Salzburg verändert?
Quehenberger: Der wirtschaftliche Background ist durch Egon Putzi gegeben. Aber wir wollen ihn nicht aussackeln. Wir wollen wirtschaftlich reüssieren. Das Budget soll in zwei, drei Jahren gedeckt sein. Mit der Vermarktung des neuen Stadions können wir natürlich ganz andere Gelder lukrieren. Mit 500 VIPSitzen, 16 bis 18 Skyboxen kann man ganz anders agieren. Man kann eine ganz andere Stimmung erzeugen. Über eine bessere Stimmung hoffe ich, dass Sponsoren künftig mehr Geld auslassen.
NEWS: Die größten Erfolge haben Sie mit Otto Baric als Trainer gefeiert. Werden Sie ihn vom ÖFB abwerben?
Quehenberger: Wir haben mit Hans Backe einen hervorragenden Trainer, der noch einen gültigen Vertrag hat. Aber man soll im Leben nie nie sagen. Vielleicht hole ich ihn zurück. Wir haben seinerzeit eine g’standene Basis gehabt. Wir haben über den Fußballfachmann Otto Baric die richtige Mischung von ausländischen Spielern bekommen. Ob uns das wieder so schnell gelingt, steht sicher in den Sternen. Aber wir werden uns bemühen, so etwas wieder auf die Beine zu bringen. Wir wollen den anderen Klubs das Haxl stellen. Tirol, Sturm, Rapid und Austria Wien sollen aufpassen. Wir Salzburger kommen wieder. Der Wiener Fußball ist sowieso ganz schlecht geworden. Früher sind alle guten Kicker aus Wien gekommen.
NEWS: Wie wollen Sie Kartnig, Dokupil & Co das Fürchten lehren?
Quehenberger: Der Hannes Kartnig ist ein Mann, der sehr viel bewegt hat. Man mag denken, wie man will, über ihn, ihn mögen oder nicht, aber er hat Gigantisches geleistet. Aber es kann nicht sein, dass er das alleinige Sagen hat. Es gibt nicht nur Sturm in Österreich, und der Kartnig ist nicht alleine auf der Welt. Wir sind auch da. Er wird’s schon noch merken, denn ich werde ihm sportlich so richtig eine mitgeben. Rapid ist wieder eine ganz eigene Geschichte. Die brauchen ganz schnell eine Figur, ein Idol. Wenn ich bei Rapid etwas zu sagen hätte, ich würde mir den Hans Krankl als PR-Mann holen. Der wäre bei mir längst Rapid-Marketingdirektor oder irgendsoetwas. Der könnte dort endlich etwas weiterbringen.
Warum sich Rudi Quehenberger das Ganze antut, was er anders machen wird als früher und welche Ziele er für die kommende Saison hat, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS.
Grand Prix von Monaco15:49
Fünfter trotz BestzeitSchumi Schnellster in Monaco. Wegen Rückstufung dennoch Webber in der Pole.
