Stephanie Graf fehlt wegen Magenverstimmung

Hürdensprinter Elmar Lichtenegger hat am Sonntag mit dem Erreichen des WM-Limits für den Höhepunkt der ÖLV-Staatsmeisterschaften in Innsbruck gesorgt. Der 27-jährige Kärntner blieb bereits im Vorlauf über 110 m Hürden in 13,54 Sekunden um zwölf Hundertstel unter der geforderten Norm für die Titelkämpfe in Edmonton und steigerte sich bei seinem Sieg im Endlauf auf 13,50.
"Das war ein runder, ruhiger Lauf", meinte Lichtenegger schon nach seinem ersten Einsatz zufrieden und bilanzierte nach dem Titelgewinn gelassen. "Das passt genau." Er hat als siebenter ÖLV-Athlet das WM-Limit geschafft, nachdem sich zuvor Stephanie Graf, Doris Auer, Susanne Pumper, Karin Mayr (vorerst nur dank ihrer Hallenzeit), Gregor Högler und Klaus Ambrosch für die VIII. Weltmeisterschaften vom 3. bis 12. August qualifiziert hatten.
Sprinterin Mayr fehlte in Innsbruck wegen Fiebers und gerät nun unter Zugzwang. Sie muss bei einem Freiluft-Meeting ihre Hallenleistungen bestätigen, bisher ist ihr das nicht gelungen. Während Paris-Siegerin Stephanie Graf (wegen verdorbenen Magens) und Doris Auer (flog vor dem auf Sonntag verschobenen Stabhochsprung zum Montag-Meeting nach Nizza) fehlten, präsentierten sich zwei andere WM-Starter in Tirol. Gregor Högler gewann den Speerwurf bei extremen Bedingungen am Samstag mit guten 78,44 m, und Susanne Pumper holte sich bei einem Kurzabstecher vom Höhentraining in St. Moritz den Titel über 5.000 m locker ab.
Walentina Fedjuschina gewann den Titel im Kugelstoßen mit 15,58 m, doch die mäßige Leistung hat einen Grund. Die ÖLV-Rekordlerin muss sich Arthroskopien an beiden Knien unterziehen und ist daher für die WM kein Thema.
Vier AthletInnen wurden für die U23-EM am kommenden Wochenende in Amsterdam nominiert, obwohl sie die Limits knapp verpasst haben: Sebastian Resch, Olivia Wöckinger, Roland Schwarzl und Isagany Peychär reisen mit den bereits qualifizierten Martin Pröll, Daniela Wöckinger, Gerhard Mayer, Michael Schnallinger und Markus Walser in die Niederlande.
Am Rande der Meisterschaften wurde vom ÖLV-Vorstand ein dreitägiger Test für die Hallen-EM (1.-3.3.) in Wien für den 15. bis 17. Februar "abgesegnet", also zwei Wochen vor den Titelkämpfen. Dabei werden die nationalen Titel vergeben.
Zu einem bedauerlichen Unfall kam es in Innsbruck beim Aufwärmen für die Staffelbewerbe. Werner Seyfried, Betreuer der ÖTB-Wien-Damen, prallte beim Überqueren der Laufbahn mit einem Athleten zusammen, der Wechselübungen absolvierte. Seyfried wurde mit Verdacht auf Kopfverletzungen in ein Spital gebracht.
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