Menschenrechts-Frage kann Peking Olympia kosten

Das Europaparlament hat sich gegen das Abhalten der Olympischen Spiele 2008 in Peking ausgesprochen. Eine Woche vor Sitzung des Olympischen Komittees wollen die EU-Volksvertreter, dass China wegen gravierender Menschenrechtsverletzungen den Zuschlag für die Spiele verweigern.
In China würden Menschen- und Bürgerrechte mit Füßen getreten, stellte die Straßburger Versammlung am Donnerstagabend in einer Entschließung fest. Es gebe keine Religionsfreiheit, ethnische, religiöse und sonstige Minderheiten würden unterdrückt. Die Menschen in Tibet und der Südlichen Mongolei seien schweren Repressionen ausgesetzt.
Hinzu kämen die Vielzahl von Hinrichtungen - laut Menschenrechtsorganisationen über Tausend pro Jahr - und der weit verbreitete Einsatz von Folter durch Polizei und Militär, heißt es in der Entschließung weiter. Außerdem sähen die Pläne für die Vorbereitungen der Olympiade die Zerstörung der historischen Pekinger Altstadt und die Zwangsumsiedlung der Bewohner ins Umland vor. Angesichts dieser negativen Bilanz sei es nicht angebracht, die Spiele in Peking abzuhalten. Schließlich hieße es in der Olympischen Charta, die Spiele sollten zur Entwicklung einer "friedlichen Gesellschaft unter Wahrung der Menschenwürde" beitragen.
Das Olympische Komitee soll am 13. Juli in Moskau den Austragungsort für die Olympiade benennen. Unter den Kandidaten ist auch Paris. Peking gilt jedoch als Favorit.
Dalai Lama in Österreich14:23
China ist sauerTreffen mit dem Dalai Lama "schwere Einmischung in die inneren Angelenheiten"
Familiendrama in St. Pölten11:25
Bub ringt mit dem TodKlinik: Zustand nach Kopfschuss "sehr, sehr kritisch". Scheidung als Auslöser der Bluttat?
Grand Prix von Monaco15:49
Fünfter trotz BestzeitSchumi Schnellster in Monaco. Wegen Rückstufung dennoch Webber in der Pole.
