Sieben Profi-Spieler aus dem EWR statt bisher fünf

Wochenlang hatte das Thema im heimischen Fußball-Lager für Diskussionsstoff gesorgt. Jetzt ist die neue Ausländer-Regelung für die neue Saison der max.Bundesliga sozusagen "amtlich": Ab Dienstag darf jeder Verein statt bislang 5 nun 7 Spieler ausserhalb des EWR beschäftigen.
Martin Bartenstein, Minister für Arbeit und Wirtschaft, unterzeichnete am Donnerstag den Erlass für die entsprechenden arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen.
Ab der kommenden Saison darf jeder Verein der max.Liga statt bisher fünf nun bis zu sieben Profi-Spieler von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) beschäftigen, wobei drei davon aber gewisse Qualitätskriterien mitbringen müssen. Die Vereinbarung, die zwischen ÖFB, Bundesliga, der Spieler-Gewerkschaft (VdF), den Ministerien für Arbeit und Wirtschaft sowie Öffentliche Leistung und Sport ausgehandelt wurde, gilt zunächst für die Saison 2001/02.
In einer Aussendung des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft heißt es u.a., dass die einzelnen Vereine unter gleichen rechtlichen Bedingungen angehalten würden, vorrangig inländische oder bereits integrierte ausländische Berufsfußballer zu beschäftigen. Das Sportministerium von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer hat in jedem Einzelfall das besondere sportpolitische Interesse an der Beschäftigung von Spielern aus Nicht-EWR-Ländern durch ein Gutachten festzustellen.
Erst wenn eine positive Stellungnahme vorliegt, kann das Arbeit-Markt-Service (AMS) eine Beschäftigungsbewilligung erteilen. Um kein Missverhältnis entstehen zu lassen, müssen auf dem Spielblankett pro Partie neun Österreicher stehen. "Alle Klubs haben die neue Ausländer-Bestimmung mit der Neun-plus-Neun-Regelung akzeptiert", stellte Bundesliga-Vorstand Reinhard Nachbagauer mit Zufriedenheit fest.
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