Dienstag, 3. Juli 2001

Marik: Keine Sensation gegen Olympiasieger Kolobkow

Die österreichischen Degenfechter sind am Dienstag bei den Europameisterschaften in Koblenz im Einzelbewerb der Herren vorzeitig gescheitert. Für Christoph Marik, den Vorjahrs-Dritten, war allerdings eine Sensation in Reichweite: Der Niederösterreicher, der heuer im Weltcup zwei Mal Dritter gewesen war, verlor gegen den Titelverteidiger, Olympiasieger und Doppel-Weltmeister Pawel Kolobkow (Russland) nach einer 9:8-Führung in der Verlängerung nur mit 11:12.

Marik hatte in der Vorrunde vier seiner sechs Gefechte für sich entschieden. In der direkten Ausscheidung kam der Weltranglisten-Zwölfte gegen den Schweden Magnus Malmgren (WRL-75.) zu einem klaren 15:5-Erfolg und hatte danach in der Runde der letzten 32 auch gegen den scheinbar übermächtigen Kolobkow seine Chance. Doch nach dem 11:11 nach Ablauf der regulären Zeit entschied ein "Golden Touch" in der Verlängerungsminute für den Topfavoriten.

Markus Robatsch, der zuletzt nach einem Kahnbeinbruch lange Zeit pausieren musste, war gegen den Franzosen Cedric Pillac (WRL-32) mit 8:15 in der Runde der letzten 64 ausgeschieden. "Ich bin gar nicht zufrieden. Aber nach nur zwei Vorrundensiegen war ich schlecht gesetzt und gegen diesen Gegner ohne Chance", sagte der Tiroler. Oliver Kayser und Michael Svitak schieden in dieser Phase hingegen jeweils gegen niedriger eingestufte Fechter aus. Kayser unterlag dem Schweizer Basil Hoffmann 8:15 und Svitak scheiterte mit 14:15 am Ukrainer Maksim Kaworos.

3.7.2001 15:13