Benefiz-Golfturnier und -Fußballspiel am Samstag

"Es war eine gelungene Veranstaltung, bei der rund 500.000 Schilling (36.336 Euro) für die Hinterbliebenen der Opfer von Kaprun zusammengekommen sind." Diese zufriedene Bilanz zog Thomas Böhm, Mitarbeiter der deutschen Sportmanagementfirma Rogon, am Sonntag. Rogon hatte Samstag in Kaprun ein Charity-Golfturnier und ein Benefiz-Fußball-Match zu Gunsten der Angehörigen der Opfer der Brandkatastrophe organisiert.
Stargast der Benefiz-Veranstaltung war der Salzburger Skisportler Hermann Maier, der sich zwar an den Turnieren nicht beteiligte, dafür aber für eine ausgiebige Autogrammstunde nach Kaprun gekommen war. Zu den prominenten Gästen, die sich in Kaprun sportlich betätigten, gehörten unter anderem Heribert Weber, Felix Gottwald, Peter Artner, Stefan Eberharter, Roland Hattenberger, Hans Enn, Toni Giger, Hans Pum, Christian Mayer, Benni Raich, Fritz Strobl, Heinz Schilchegger, Rainer Schönfelder, Otto Konrad, Franz Zorn und Karl-Heinz Förster.
Erlös geht an Hinterbliebene des Kaprun-Unglücks
Der Reinerlös der beiden Turniere kommt Hinterbliebenen der Kaprun-Katastrophe zu Gute. Der Betrag werde an Benedikt Seilern-Moy, Sprecher einer Interessensgruppe der Angehörigen, übergeben, meinte Böhm. Dieser werde dann die Verteilung an die "Härtefälle" unter den Hinterbliebenen übernehmen.
Unglücks-Ursache: Hinweise auf Hydraulikflüssigkeit
Unterdessen meldet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner morgen, Montag, erscheinenden Ausgabe, dass sich im Unglückszug Druckschläuche mit hochbrennbarer Hydraulikflüssigkeit befunden hatten. Diese Schläuche waren in der Nähe des Heizlüfters verlegt, von welchem der Brand ausgegangen sein könnte, heißt es im "profil", das sich auf den Gerichtsakt über die Untersuchung der Ursache beruft.
Jener Experte, der 1994 im Rahmen der Generalsanierung der Gletscherbahn den Einbau des Hydrauliksystems geleitet hatte, habe nicht gewusst, dass sich die Schläuche in der Nähe eines Heizlüfters befinden. Wäre er informiert gewesen, wäre der Einbau anders durchgeführt worden, schreibt das "profil". Die Gutachten über die Ursache der Brandkatastrophe, bei der am 11. November vergangenen Jahres 155 Menschen den Tod fanden, erwartet Salzburgs Gerichtspräsident Walter Grafinger im August.
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