Ullrich sieht Amstrong als Favorit

Jan Ullrich kommt wie vor 4 Jahren bei seinem Sieg in als frischgebackener deutscher Meister zur Start der Tour de France. Der Gesamtsieg bei der Samstag beginnenden Tour ist das Ziel, doch im Duell mit dem US-Amerikaner Lance Armstrong, dem Gewinner der vergangenen zwei Jahre, sieht sich der Deutsche als Herausforderer.
"Ich sage nicht voraus: Ich gewinne wieder die Tour", erklärte der abergläubische Ullrich, der seinen Titelgewinn aber als gutes Omen für den Kampf um das Gelbe Trikot wertete.
Lance Armstrong, vor wenigen Tagen Gesamtsieger der Tour de Suisse, wird wohl nicht in Ehrfurcht erstarren, wenn Ullrich in Dünkirchen im Meistertrikot auftaucht. Der Texaner aus dem Team US-Postal Services hat seine Stärke im Zeitfahren und am Berg in der Schweiz im Wettkampf bewiesen, Ullrich hat seinen Team-Telekom-Chef Rudy Pevenage zuletzt im Training auf den Pässen der Tour überzeugt. Deshalb stellte er dem Olympiasieger für die Tour sieben Helfer zur Seite, womit Erik Zabel auf die Unterstützung von Gianmatteo Fagnini in den Sprints verzichten muss.
"Jan hat sich in der Vorbereitung voll hineingekniet und ist topfit. Deshalb hat er ein Team verdient, das nur für ihn da ist", sagte Pevenage über seine Nummer eins, die mit dem Idealgewicht von 73 Kilogramm in die "Große Schleife" startet. Mit Ausnahme der Steigung nach L'Alpe d'Huez war Ullrich zuletzt an vier Tagen 16 Tour-Pässe abgefahren. "Im Training hat's gut geklappt, ich hoffe, im Wettkampf auch", sagte er.
In den Alpen und Pyrenäen wird zwischen 17. und 22. Juli bei drei Bergankünften (Alpe d'Huez, St. Lary, Luz-Ardiden) und einem Bergzeitfahren (Chamrousse) die Entscheidung in der "Tour der Leiden" fallen. "Wer am zweiten Ruhetag (23.7., Anm.) im Gelben Trikot ist, dem kann nicht mehr viel passieren. Das zweite große Einzelzeitfahren drei Tage vor Schluss in Montlucon wird keine großen Veränderungen mehr bringen", vermutet Pevenage.
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