Opposition beklagt Fälschungen

Ohne Zwischenfälle ist die zweite Runde der Parlamentswahlen in Albanien zu Ende gegangen. Der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Ilirjan Celibashi, sagte Sonntagabend in Tirana, die Wahl sei "ordnungsgemäß" verlaufen.
Die Wahlbeteiligung lag nach seinen Angaben bei 45 Prozent. Die Opposition unter der Führung von Ex-Präsident Sali Berisha berichtete hingegen, es habe Manipulationen der regierenden Sozialisten und Pressionen gegen Regierungskritiker durch die Polizei gegeben.
Im zweiten Wahldurchgang ging es um die Vergabe der bisher nicht entschiedenen Direktmandate. In 45 Wahlkreisen fand eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten der ersten Runde vom 24. Juni statt, in sieben Wahlkreisen musste die Wahl neu ausgetragen.
Im ersten Wahldurchgang hatten die regierenden Sozialisten 31 der insgesamt 100 Direktmandate gewonnen, die oppositionelle "Union für den Sieg" errang 17 Sitze. Das Endergebnis wird erst im Laufe der Woche erwartet.
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